1. Ein unmoralisches Angebot - Tag 0,5


    Datum: 18.07.2021, Kategorien: Nicht festgelegt,

    Es dämmerte langsam.
    
    Zumindest fühlte es sich in ihrem Kopf so an als würde es langsam dämmern. Als wäre die Welt in Watte gepackt.
    
    Wo war sie? Was war geschehen?
    
    Juliane öffnete die Augen und sah ... Nichts.
    
    Es war genauso dunkel wie zuvor mit geschlossenen Augen. Ihr Kopf fühlte sich an, als wäre er weit jenseits ihres Körpers, aber sie hatte keine Schmerzen, fühlte sich nicht direkt unwohl.
    
    Langsam kam Gefühl zurück in ihre Arme, in ihre Beine. Aber ihre Arme gehorchten ihr nicht, sie konnte zwar die Finger bewegen, die Arme aber nicht. Genauso wenig gehorchten ihr ihre Beine obwohl sie die Zehen bewegen konnte.
    
    Langsam klärten sich ihre Gedanken und sie begann zu erkennen in welcher Situation sie sich befand. Sie war gefesselt und lag auf dem Rücken, ihre Beine und Arme waren am Boden fixiert.
    
    Auf einmal überflutete die ganze Erinnerung an die vorhergegangenen Ereignisse ihr in Watte gepacktes Gehirn.
    
    Der Abend im Büro, der Diebstahl, die beiden Nachtwächter die sie erwischt hatten...
    
    Sie hatte eingewilligt die beiden zu begleiten um dafür einer Strafverfolgung durch die Behörden zu entkommen. Aufgrund der Schwere ihres Vergehens hätten ihr möglicherweise viele lange Jahre, vielleicht Jahrzehnte in einer Strafvollzugsanstalt geblüht.
    
    Die beiden hatten ihr angeboten sie freizulassen wenn sie ihnen 1 Woche lang diente - in jeder Weise. Sie hatte dabei an Hausarbeit gedacht, wahrscheinlich auch erniedrigende sexuelle Dienste. Trotzdem war sie ...
    ... in den Van der beiden eingestiegen - eine Woche, das war alles - danach war sie frei... hatten sie ihr versprochen. Die Alternative war so schrecklich, dass sie kaum eine Wahl gehabt hatte.
    
    Danach waren ihre Erinnerungen nur noch dunkle Wolken. Hatten die beiden sie bewusstlos geschlagen? Nein, eher nicht, sie hatte keine Kopfschmerzen oder spürte Anzeichen von Gewalteinwirkung.
    
    Ein Betäubungsgas? Das vielleicht. Sie kannte sich mit so etwas nicht aus, aber es klang für sie einigermaßen vernünftig.
    
    Juliane versuchte herauszufinden wo sie war.
    
    Sie lag auf dem Rücken auf einer gepolsterten Platte. In welcher Höhe sich die Platte befand und in welcher Art von Raum konnte sie nicht feststellen.
    
    Ihr Arme waren seitlich zum Kopf in abgewinkelter Position fixiert, die Unterarme parallel mit einem knappen Meter Abstand zueinander. Die Fixierung an den Handgelenken war eng, aber weich und scheuerte nicht.
    
    Die Beine waren ebenfalls abgewinkelt - die Oberschenkel in einem 90° Winkel zueinander, an der Hüfte gespreizt. Von den Knien abwärts waren die Unterschenkel genau wie die Unterarme parallel fixiert. An den Beinen gab es eine Fixierung an den Knien und eine an den Unterschenkeln.
    
    Es war nicht besonders schmerzhaft oder unangenehm, sie hatte in ihren Yoga-Kursen schon schlimmere Stellungen eingenommen, aber höchst gemütlich würde sie ihre Lage auch nicht nennen.
    
    Sie sah ... Nichts. Es fühlte sich an wie eine sehr enge Augenbinde, der Rest des Kopfes schien aber ...
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