1. Polyamorie 04 - Kapitel 01+02


    Datum: 29.07.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... dich heute Nacht wieder so ‚vollsauen', da kannst du doch gleich so bleiben!" Yasi drehte sich um und legte ihre Arme um meine Hüfte. „Das war so schön mit dir. Die anderen werden vor Neid platzen." Sie spitzte ihre Lippen. Ich schaffte es, ihr lediglich einen schnellen Kuss aufzudrücken, dann eilte ich aus der Dusche. Die Natur rief!
    
    Als wir beide aus dem Bad kamen, sahen wir die Schlafzimmertür weit aufgesperrt. Julia versuchte, den Mief aus dem Zimmer zu bekommen. Als ich eintrat, roch ich es ebenfalls. Irgendwie war der Geruch nun nicht mehr so erinnerungswürdig wie noch vor ein paar Stunden.
    
    Julia tippte und drehte an der Klimaanlage herum „Kann man hier denn gar nicht lüften? Das muss doch irgendwie gehen?"
    
    „Mach doch einfach alle Türen auf und lass den Gestank auf den Flur ziehen. Dann haben zumindest die anderen Gäste auch was für ihr Geld", schlug ich vor.
    
    Lisa tauchte hinter mir auf. Sie lehnte sich an den Türrahmen und fragte: „Na, wie war eure Nacht? Los, erzählt!"
    
    „Noch nicht. Erst wenn alle zusammen sind, sonst müssen wir alles doppelt und dreifach erzählen", sagte ich.
    
    „Und alles werden wir euch auch nicht verraten. Etwas Mystik für deine Nacht sollte schon bleiben", ergänzte Yasi und blinzelte mir zu.
    
    „Was meinst du mit ‚meine Nacht'?" Lisa verstand Yasis Andeutung nicht.
    
    „Na, ihr seid auch seine Frauen. Ihr solltet auch so eine Hochzeitsnacht mit ihm verbringen. Dazu habt ihr alle das Recht. Nicht offiziell, aber ich bin dafür!", ...
    ... erklärte Yasi und sah mich herausfordernd an.
    
    Lisa strahlte: „Boah, das wäre echt geil, das muss ich den anderen sagen."
    
    Schon verschwand sie und rief nach Lena und Marie. Julia, die alles mit angehört hatte, sah mich fragend an. Nackt wie ich noch immer war, zog ich sie von der Regelung fort und drückte ihr einen Kuss auf. Yasi drehte sich schmunzelnd weg und wühlte in ihrem Schrankteil herum.
    
    Ich konnte Julias Gedanken nicht lesen, und normalerweise hätte ich nicht weiter darauf reagiert, doch ihr gesenkter Blick sagte, mir, dass sie noch immer zweifelte. „Hey Juls", hauchte ich ihr zu und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „Stimmt, du bist auch meine Frau. Natürlich bekommst du ebenfalls deine eigene Nacht mit mir. Wie jede andere auch." Mit zwei Fingern unter ihrem Kinn, hob ich Juls Kopf an. „Wenn du es möchtest," fügte ich hinzu. Ein Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus. Angelehnt an ihre Worte bei der Hochzeitszeremonie sagte ich: „Ich sehe das mal als ‚Ja, ich will auch!'" An Yasi gerichtet schlug ich vor: „Vielleicht sollten wir das als festen Termin für jeden einrichten. Einmal im Monat hat jede von Euch seine Nacht mit mir allein. Wie findest du das?"
    
    „Von mir aus gern!", stimmte sie mit dem Rücken zu uns zu. „Solange wir nicht nach einem Terminplan Sex haben und ich nicht ausgerechnet dann meine Tage habe."
    
    „Das kann sowieso ein Problem werden", meinte Julia.
    
    „Warum? Was für ein Problem?" Mir war nicht klar, was sie meinte.
    
    Sie drehte sich ...
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