1. EWK 05 - Auf den Spuren


    Datum: 29.10.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... wie du und Larissa! In dem Umschlag war ein Nacktbild von mir und einer Frau. Du liegst richtig, wenn du davon ausgehst, dass es nicht beim Schach war" sie lächelte leicht genervt
    
    Sie tat sich selbst schwer über ihren Witz zu lachen "Das Bild ist etwas mehr als 3 Monate alt und zeigt uns bei mir im Schlafzimmer. Von draußen und am helllichten Tag!"
    
    Sie schluckte "Das ich auf dem Bild bin ist mir egal, die meisten denken sich, dass sich eine Lesbe bin. Blos die andere Frau im Bett ist verheiratet und, wie soll ich sagen, hat experimentiert!"
    
    "Lass mir dir ein paar Details mehr geben, damit du es besser verstehst" legte sie leise nach "Die Frau ist Ende 30, superhübsch, lange braune Haare, eine tolle Figur, von der einige Männer beim Wichsen träumen. Das Bild zeigt uns nackt, wie mein Kopf zwischen ihren Schenkeln ist und ich sie lecke. Mit einer Hand knetete ich ihre Brüste. Man kann sie gut erkennen, mich gar nicht!"
    
    "OK, soweit verstehe ich das. Sieht man das es eine Frau ist, die zwischen ihren Beinen aktiv ist? Was sieht man denn von dir?" meinte ich mit belegter Stimme. Der nächste Tisch war nicht weit weg und wir beide wollten solche Details nicht herausposaunen
    
    "Wir haben es nur zweimal miteinander gemacht und bei einem Mal hat er uns erwischt. Man sieht meine langen Haare, kann erahnen das ich eine Frau bin, aber nicht wer!" sie atmete tief aus, sie wirkte jetzt eher nervös "Seit dem habe ich Angst, dass der Fotograf es auch ab sie abgesehen hat. Ich ...
    ... kann dir nicht sagen wer es ist, aber ihre Ehe würde in die Brüche gehen und ich glaube nicht, dass sie damit umgehen kann"
    
    Jetzt war es raus. Sie schaute in ihre Tasse. Da sie nichts weiteres sagte, schaute ich mich genauer um. So stellte ich mir ein Yuppie-Café vor. Die Leute, die in diesem schicken Café abhingen, waren jung, verdienten gutes Geld, arbeiteten in der Stadt und wohnten in den klassischen Vorortkaninchenställen. Ich kannte, wie zu erwarten war, hier niemanden. Mir fiel auch keine Person auf, die alleine am Tisch saß.
    
    "Ich kann sie nicht auffliegen lassen. Und wenn Ralf der Fotograf ist, dann hat er mich in der Hand" bevor sie weiter reden konnte fiel ich ihr ins Wort
    
    "Also so schnell schießen die Preußen nicht. ( A ) du weißt nicht, dass es Ralf ist, ( B ) du weißt nicht, ob Ralf weiß, wen er da auf dem Bild hat, geschweige denn, ob die sich erpressen ließe und ( C ) gibt es immer Möglichkeiten Probleme zu lösen" sagte ich so energisch wie ich konnte
    
    Sie schaute mich an "Das sag ich mir auch, aber die Situation zermürbt mich, macht mich krank"
    
    "Hat deine Gespielin auch ein Bild bekommen" ich schaute sie an "Gibt es nur das eine Bild oder noch mehr? Vielleicht ein Video?"
    
    Sie schaute mich erschreckt an "Mal nicht den Teufel an die Wand. Daran habe ich noch gar nicht gedacht! Ich habe seit damals nicht wieder mit ihr geredet. Sie wollte nicht weiter machen. Ich sollte wohl sagen, dass sie es eine spannende Erfahrung nannte, die ihr verdeutlicht ...
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