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Mareike und die Lust, schwanger zu sein
Datum: 18.11.2022, Kategorien: Schwanger,
Mareike hatte einen besonderen Fetisch. Sie war eine unglaublich offene Person, die das Herz auf der Zunge trug. Doch selbst sie zögerte, über ihren geheimsten Fetisch zu sprechen. Die Liste der Männer, die sie bereits verschreckt hatte, war im Lauf der Zeit einfach zu lang geworden. Glücklicherweise fand sie aber auch immer wieder Herren, die ihre Neigung nicht nur akzeptieren, sondern sogar teilten. Nichts hätte die 22-jährige Studenten weniger in ihrem Leben gebrauchen können als ein Kind. Ein Kind, sagte sie, sei wie eine Bombe, die das ganze bisherige Leben zerfetzt. Sie wäre lieber gestorben, als ihre Jugend zu opfern und jung Mutter zu werden. Aber genau diese Angst war es auch, die sie erregte. Das Risiko, sie könnte geschwängert werden, war ihre stärkste Phantasie. Sie genoss den Ausdruck des Entsetzens in den Gesichtern ihrer Liebhabern, wenn sie ihnen erklärte, dass sie Väter werden würden. Kaum etwas rund um das Thema Schwangerschaft erregte Mareike nicht, besonders liebte sie diese Hiobsbotschaften. Sie genoss es, über ihren Bauch zu streicheln, der für das Selbstbewusstsein so vieler Männer eine zerstörerische Macht zu enthalten schien. Als sie zum ersten Mal schwanger geworden war, wusste sie selbst zunächst nicht, wie es hätte weitergehen sollen. Die schwer zu beschreibende Mischung aus Angst, Überwältigkeitsein und Wolllust war das Intensivste, was sie bis dahin erlebt hatte. Sie wusste nicht, ob sie weinen oder sich beherzt in den Schritt greifen und ...
... verwöhnen sollte. Sie tat einfach beides. Ihre Tränen trockneten schnell, denn letztlich konnte sie ja niemand dazu zwingen, das Kind auszutragen. Diese Panik überließ sie fortan lieber den Männern, die sie gern im Unklaren darüber ließ, ob sie das Kind bekommen würde oder nicht. Der kleine Zellhaufen in ihrem Bauch hatte nur den einen Zweck, sie zu erregen und eine Rolle in ihren Phantasien zu spielen. Darüber hinaus hatte er für sie keinerlei Wert. Zum Glück war Mareike seit Schultagen mit Brigitte befreundet, die als Frauenärztin arbeitete und ihr unkompliziert dabei half, die kleinen Einnistungen schnell und ohne große Drama wieder loszuwerden. Gegenüber Brigitte brauchte sich Mareike nicht zu rechtfertigen oder befürchten, in ermüdende Gespräche über Moral verwickelt zu werden. Brigitte vertraute sie an, dass sie sogar die so technische Prozedur der Abtreibung erregen würde. Irgendwie euphorisierte sie die Vorstellung, werdendes menschliches Leben auszulöschen, das völlig schutzlos war. Brigitte teilte diese Phantasie zwar nicht, schätzte aber die Offenheit, mit der Mareike sie ihr anvertraut hatte. Fortan verband die beiden Frauen ein Geheimnis, das ihre Freundschaft noch mehr vertiefte. Als gute Freundin musste Mareike für die Abtreibungen nichts bezahlen. Das war zwar illegal, störte die beiden jedoch herzlich wenig. Zeitnah nach jedem Eingriff pflegte Brigitte Mareike immer zu einem guten Essen einzuladen und ihr dabei ein Engelchen aus Plüsch zu schenken. Zuhause hatte ...