1. Hinter fremden Türen


    Datum: 29.12.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    - Erstlingswerk; gerne Kommentare & Feedback -
    
    - Eine rein fiktive Geschichte, bei der alle Personen über 18 Jahre alt sind -
    
    Es ist Samstagabend, als ich einen Tag früher als geplant von einem Heimatbesuch in meine Studenten-WG in Hannover zurückkomme. Dort wohne ich nun seit zwei Jahren zusammen mit Anna und Lisa, von denen letztere seit zwei Monaten für ein Forschungspraktikum in Berlin ist. Somit haben Anna und ich die Wohnung für uns allein -- wenn da nicht ihr neuer Freund wäre.
    
    Auch an diesem Abend scheint der gute Carlos in unserer Wohnung zu sein, vernehme ich doch aus Anna Zimmer Gelächter und das Klirren von Gläsern. Das allein mag nicht ausreichen, um zu vermuten, wer sich mit Anna in ihrem Zimmer befindet, aber sein spanischer Akzent, den er als Kolumbianer hat, tut es recht schnell.
    
    Erst einmal die Schuhe aus und Koffer ausräumen denke ich mir, als ich in meinem studentischen Privatgemach stehe. Vorher drückt allerdings die Blase, die entleerte werden will -- denn was muss, das muss. Auf dem Weg in das gemeinsame Bad, blicke ich zu Annas Tür, an der ich vorbeimuss. Kurz denke ich an unsere gemeinsame Zeit zurück. Was man heute, da wir fast keinen Gesprächsstoff mehr außer „Hallo" und „Tschüss" haben, kaum glauben mag: Zu Beginn unserer WG-Zeit hatten wir über mehrere Monate ein Verhältnis. Sie, das kleine Mädchen, die seit Jahren in der Stadt wohnt, führt mich, den Kerl vom Lande, in die Gepflogenheiten der regionalen Kultur ein, zeigte mir ...
    ... romantische Orte und brachte mir auch sonst allerlei bei -- mit den fünf Jahren, die Sie mit ihren 25 älter war als ich, hatte sie doch etwas mehr erlebt als ich. Fast packte mich ein klein wenig Wehmut, als ich ein leises Stöhnen hörte, das mich in die Realität zurückholte.
    
    Um ehrlich zu sein, bin ich einer der Menschen, die ihre Nase gerne in die Angelegenheiten anderer reinstecken. Und wie so oft auch bei mir, ohne dass es mich etwas angehen würde. In diesem Fall kommt das zum Ausdruck, da ich gerne durch die Schlüssellöcher meiner Mitbewohnerinnen spicke. Keine ehrenvolle Angewohnheit, ich weiß, aber doch eine willkommene Abwechslung in dem tristen Alltag des ersten Covid-Lockdowns. Normalerweise sehe ich in Annas Zimmer nicht viel, da der Winkel ziemlich ungünstig ist. Bisher kam mir nur vor die Linse, wie sie am Schreibtisch sitzt oder etwas aus ihrer Kommode holt, welche beide an der Wand gegenüber der Tür angeordnet sind. Bett und Spiegel befinden sich weit außerhalb des Sichtfeldes. Was sich aber heute auf der anderen Seite der Tür abspielt, lässt mir das Blut in den Adern gefrieren. Ich kann sehen, wie Anna parallel zur Tür auf ihrem Teppich liegt, mit nichts anderem bekleidet, außer einem schwarzen Top, das kurz über ihrem Bachnabel aufhört. Neben ihr liegt ein roter Spitzentanga und einer dieser verführerischen Faltenröcke, die ihre langen sportliche Beine immer betonten, wenn sie ihn trägt.
    
    Über Annas Lustzentrum kniet Carlos, der nur noch Boxershorts trägt und ...
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