1. Das Refugium 2 - Complete 000 - 018


    Datum: 27.01.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    [Lieber Leser,
    
    wie versprochen geht es nun weiter mit meiner Geschichte "Das Refugium". Zum Kennenlernen der Personen und zum Verstehen der Gesamtgeschichte empfehle ich natürlich, vorher den ersten Teil (Das Refugium -- Complete 000 -- 015) zu lesen.
    
    Wer nur bestimmte Szenen lesen, und von der recht umfangreichen Rahmenhandlung verschont bleiben mag, geht besser über mein Literotica-Profil, und findet dort die einzelnen Kapitel direkt anwählbar, schön säuberlich in eine halbwegs passende Kategorie einsortiert.
    
    Dass ehemalige Kapitel 2, "Schwestern über und unter sich", das ich im Nachhinein ziemlich schwach und langweilig fand, habe ich völlig neu geschrieben. Ich hoffe, dass auch ihr das neue Kapitel "Projekt Sprödbruch", das es nur in der "Complete" Version zu lesen gibt, als eine Bereicherung der Geschichte empfindet.
    
    Have Fun!
    
    Im Sommer 2023
    
    Sunny]
    
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    Prolog
    
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    Gute zwei Monate waren vergangen, seit Sandy aus den Klauen der Marauder befreit worden war. Sie hatte im Koma gelegen, dann besserte sich ihr Zustand unter Lisas sorgfältiger Pflege zusehends, und schließlich wachte Sandy eines Nachts aus ihrem Dämmerzustand auf.
    
    Zum ersten Mal nahm Sandy wieder ihre Umgebung war. Sie befand sich offenbar in einem bequemen Schlafzimmer. Auf den Wänden des Raums war eine ruhige Nachtszene eingeblendet, und es herrschte ein sanftes Dämmerlicht, in dessen Schein Sandy ihre Schwester Lisa neben sich unter einer ...
    ... dünnen Decke auf dem breiten Doppelbett liegen und friedlich schlafen sah.
    
    Suchend sah sich Sandy nach Marianne um, konnte sie aber nirgends entdecken. Dafür flammte auf dem Nachttisch auf Lisas Seite ein flaches Gerät, eine Art Scheckkarte mit Bildschirm, auf, und ein leiser aber bestimmter Rufton erklang. Träge bewegte sich Lisa, griff verschlafen nach dem Gerät, und drückte ihren Daumen darauf. Sofort flammte der Bildschirm hell auf.
    
    "Was ist los, Manfred?", fragte Lisa schlaftrunken.
    
    "Sandy!", kam seine aufgeregte Antwort, "Mein Controller hat Alarm gegeben. Sie wacht gerade auf."
    
    Lisa ließ ihren Controller sofort fallen wie eine heiße Kartoffel, drehte sich mit einer fließenden Bewegung zu Sandy um, und griff nach ihrer Hand. "Sis?", fragte sie vorsichtig, "Bist du wach?"
    
    Sandy gab einige undeutliche Laute von sich, die aber zweifellos Zustimmung signalisieren sollten, und streckte aufstöhnend ihre klammen Glieder. Sie taten ihr weh vom langen Liegen, obwohl sich Lisa unter Anleitung eines MediBots und der Stationshilfe bemüht hatte, sie regelmäßig umzulagern und durchzubewegen.
    
    "Sis! Sandy!". Lisa schluchzte auf, und die Erleichterung trieb ihr die Tränen ins Gesicht. "Endlich bist du aufgewacht. Jetzt wird alles gut."
    
    "Wie lange war ich weg?", fragte Sandy, "Und wo bin ich?"
    
    "Du bist in Sicherheit, alles andere ist im Moment unwichtig, und eine lange Geschichte."
    
    "Und Mama? Wo ist Marianne?" Sandy sah sich suchend um.
    
    Ein schmerzhafter Schatten ...
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