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The Club 05: Gertruds Aktivurlaub
Datum: 31.03.2023, Kategorien: Betagt,
... nicht Rolli-gerecht?" "Das ist nicht das Problem." Georg wirkte gleich wieder etwas bedrückter. "Mein Schwiegersohn hat nach meinem Unfall den Zuweg gleich etwas breiter gepflastert. Ich war noch viele Jahre auch mit dem Rolli dort nach dem Unfall. Eigentlich bis ich hier eingezogen bin. Aber Bums-Laube ist sie nie mehr geworden." Gertrud zog die Augenbraun hoch. "Ah, ist sie nie mehr geworden. Warum hat sie denn diesen Status verloren?" Georg druckste ein wenig. "Ach weißt du, mit zunehmenden Alter und als Rollifahrer. Gibts da nicht andere Prioritäten?" "Was heißt andere Prioritäten? Du willst mir aber jetzt nicht erzählen, dass du deine Sexaktivitäten beerdigt hast. Gerade du, einer meiner besten Liebhaber." Gertrud versuchte, nicht zu streng zu wirken. Sie hatte das zwar irgendwie befürchtet, war aber ehrlich erstaunt. "Was heißt ich habe die beerdigt. Die haben sich sozusagen selber beerdigt. Als Rollifahrer, was will man da schon. In den Club habe ich mich nicht mehr getraut. Bevor ich hier eingezogen bin habe ich noch zwei Versuche bei Escort gemacht. Aber wie soll ich sagen. Da war das mit der Standfestigkeit nicht mehr so gegeben. Was bleibt einem da übrig als sich an die Erinnerungen zu halten?" Gertrud schaute ihn an. Meinte er das tatsächlich ernst? "Georg, du warst ein Virtuose mit der Zunge. Unser Sex bestand doch auch damals bei weitem nicht nur aus Penetration. Du hast deine Fertigkeiten die letzten Jahre der Damenwelt ...
... vorenthalten? Und hast Du einmal mit deinem Arzt über Erektionsprobleme gesprochen?" "Mit meinem Arzt? Nein, spricht man da mit seinem Arzt drüber?" "Natürlich spricht man da mit seinem Arzt drüber. Soweit ich weiß wurden vor einigen Jahrzehnten so blaue Pillen erfunden. Die verschreibt normalerweise ein Arzt. Aber nur wenn man mit ihm auch darüber redet und nachfragt. So, jetzt machen wir Nägel mit Köpfen. Ruf doch gleich mal in der Arztpraxis an und mach einen Termin aus. Ich geh nicht eher, bis der Termin steht." "Und was soll ich sagen warum ich komme? Soll ich den jungen Dingern am Telefon sagen weil mein Schwanz so schlapp ist?" "Den jungen Dingern am Telefon sagst du, du benötigst einen Beratungstermin. Wo ist das Telefon? Ich höre gerne zu." "Also Gertrud. Da sehe ich dich über ein Jahrzehnt nicht. Und dann kommst du hier rein und stellst mein Leben auf den Kopf." Georg protestierte vorsichtig. "Wird scheinbar Zeit, dass dein Leben jemand auf den Kopf stellt." Gertrud hatte das Telefon auf dem Schreibtisch gegenüber des Betts entdeckt, holte es sofort und drückte es Georg in die Hand. "Bleibt mir wohl nichts anderes übrig." Georg stellte sich wohl bewusst ein wenig jammernd. "Glücklicherweise ist die Praxisnummer abgespeichert. Ältere Herren brauchen das so," sagte er etwas sarkastisch. Gertrud hörte, wie abgenommen wurde. "Ja, guten Tag. Hier ist Nedernei. Georg Nedernei.......ja 28. August 1948.... ja, mir geht es gut. Ich hätte gern einen ...