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The Club 05: Gertruds Aktivurlaub
Datum: 31.03.2023, Kategorien: Betagt,
... Einkaufszentrum zu fahren. Sie war bereits gestern Abend angekommen und hatte im Club eins der Gästezimmer bezogen. Kurz hatte sie Karin angetroffen und von ihr auch den Zimmerschlüssel bekommen. Dann hatte Karin aber bereits Feierabend gemacht. Gertrud hatte noch etwas Fernsehen geguckt, dann war sie früh zu Bett gegangen. Heute Morgen hatte sie in einem Cafe gefrühstückt und dann die Gelegenheit genutzt, um eine Schulfreundin zu besuchen. Gisela hatte mit ihrem Mann ein kleines Häuschen mit einem wunderschönen Garten im äußeren Stadtbereich. Es war eine wunderschöne Begegnung. Vor dem Mittagessen hatte sie sich aber verabschiedet und war wieder Richtung Club gefahren. Auf dem Weg hat sie in einem Imbiss eine Kleinigkeit gegessen und dann hat sie sich in ihrem Zimmer umgezogen und für ihr Treffen zurecht gemacht. Karin hatte ihr noch am Montag einen Auszug aus dem Profil von Daniel gesendet. Auch zu den Ergebnissen der Fragebogen, die er bereits ausgefüllt hatte. Und Gertrud versuchte sich in die geheime Gedankenwelt von Daniel zu versetzen. Was würde ihn wohl am meisten ansprechen, was würde auf ihn möglichst verführerisch wirken? Sie hatte sich für halterlose schwarze Netzstrümpfe entschieden. Und darüber einen schwarzen Stretch-Minirock. Und eine weiße, kurzärmlige Bluse. Das Dekoltee war ziemlich ausgeschnitten und zeigte einiges an Haut. Und ihre Haut war ja inzwischen schon ziemlich faltig. Auch nicht mehr so rosig wie früher, schon eher richtig gräulich. Aber ...
... genau auf diesen Alterslook schien ja Daniel zu stehen. Also machte sie ihm doch die Freude. Und von der Figur her musste sich Gertrud wahrhaft nicht verstecken. Eigentlich könnte das eine oder andere Pölsterchen mal eine Falte verschwinden lassen hatte sie sich in der letzten Zeit ab und zu gedacht. Aber über die 60 Kilo war sie eigentlich nie rausgekommen. Es war wieder ein sonniger Herbsttag und so hatte sie eine passende Jacke nur über ihrer Handtasche liegen, die sie über der rechten Schulter trug. Sie stieg bereits zwei Stationen vor dem Einkaufszentrum aus und schlenderte durch den großen Park welcher das Gewerbeareal vom Siedlungsbereich trennte. Eine Bank lud sie ein einer Rentnergruppe bei Boccia-Spiel zuzusehen. Dann ließ sie bei einem Rundgang den Flair des Einkaufzentrums auf sich wirken. Das war wohl erst in den letzten Jahren entstanden. Sie war bisher jedenfalls noch nie hier gewesen. Das Cafe hatte sie gleich entdeckt und zehn Minuten vor vier stand sie an der Kuchentheke und bestellte sich einen großen Cappuccino und ein Stück Apfelkuchen. Im hinteren Bereich gab es drei kleine Nischen mit jeweils einer kleinen Sitzgruppe für maximal 3 Personen. Zwei der Nischen waren frei und sie wählte die ganz rechts. So war noch eine dazwischen zu der aktuell schon besetzten. Sie hatte kaum Platz genommen, da wurde ihr Kaffee und der Kuchen schon von einer jungen Kellnerin gebracht. Und wenige Minuten darauf kam ein hochgewachsener junger Mann durch die breite, gläserne ...