1. Im Blumenladen


    Datum: 17.06.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    Marina hatte sich nicht vorstellen können, mit einem anderen Mann als Marco zu schlafen. Aber jetzt stand sie kurz davor. Die Vorstellung erregte sie so sehr, dass sie in unbeobachteten Momenten zwischen ihre Beine griff und spürte, wie sie feucht wurde.
    
    Begonnen hatte es vor einigen Wochen: Ein gutaussehender Mann um die Vierzig hatte den Blumenladen betreten, in dem Marina arbeitete. Die Ratlosigkeit war ihm anzusehen. Sie trat zu ihm und fragte ihn, was er wünsche.
    
    „Äh, einen Blumenstrauss, vielleicht Rosen, ich weiss nicht so genau", gab er zur Antwort und schaute sich verlegen um. Marina fand ihn sympathisch in seiner Unbeholfenheit. „Vielleicht erzählen Sie mir welcher Person zu welcher Gelegenheit sie die Blumen schenken wollen" fragte sie ihn.
    
    „Spielt das eine grosse Rolle" fragte er zurück. „Ja, schon, Sie schenken sicher nicht die gleichen Blumen ihrer Mutter wie ihrer Freundin", gab sie zurück.
    
    „Nein, nein, nicht meine Freundin! Die Blumen sind für meine Nachbarin, die morgen ihren 80. Geburtstag feiert."
    
    Marina verspürte eine Erleichterung, von der sie nicht wusste, woher sie kam. Sie stellte ihm einen schönen Mischstrauss zusammen und nannte ihm den Preis. Er gab ihr einen Hundert-Euroschein, nahm die Blumen und verliess den Laden. Versonnen sah sie ihm nach, als sie merkte, dass er das Wechselgeld liegen gelassen hatte. Sie packte das Geld und rannte ihm nach.
    
    Er war schon ein Stück weit weg. Sie rief ihm „Hallo". Er drehte sich um. Sie ...
    ... atmete hastig vor Anstrengung. Dann nahm sie wahr, dass sein Blick an ihrer Bluse hing. Dort hatten sich zwei Knöpfe geöffnet, so dass ihre vollen Brüste gut zu sehen waren. Marina merkte es und schloss einen Knopf. Sie wurde rot.
    
    Auch er war verlegen: „Danke und Entschuldigung." Er nahm das Geld, drückte ihre Hand und ging.
    
    Schon zwei Tage später betrat er wieder den Blumenladen und wartete bis Marina frei war.
    
    „Ich möchte wieder Blumen kaufen" sagte er mit leiser Stimme.
    
    Marina lachte: „So, und für wen denn diesesmal?"
    
    „Für mich, einfach so" entgegnete er.
    
    Ein Aussenstehender hätte sofort erkannt, dass sich zwischen den beiden etwas entwickelte. Beide schauten einander unentwegt an.
    
    Der Mann zahlte die Blumen und verliess das Geschäft. Das wiederholte sich am nächsten und am überübernächsten Tag.
    
    Marina war verunsichert. Zu Hause waren Marco und die beiden Kinder. Marco war für sie die erste grosse Liebe gewesen. Sie hatten schnell geheiratet und bald kamen auch die zwei Kinder. Es gab nichts in ihrem Leben, dass sie zum Klagen veranlasst hätte. Klar, der Sex mit Marco war etwas gleichförmig geworden und nur noch ab und zu erreichte sie ihren Höhepunkt. Aber die Vertrautheit und Zärtlichkeit hatten sie bis jetzt erfüllt.
    
    Und jetzt war da dieser Mann, der sie so in Wallung brachte. Marina überlegte, was an ihm sie dermassen faszinierte: Sind es die Hände, diese feingliedrigen Hände mit den langen Fingern, wie bei einem Klavierspieler. Schon ...
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