1. Soldatenalltag Teil 03


    Datum: 18.10.2023, Kategorien: Betagt,

    Ganz dienstlich und unerotisch begann nun der heutige Tag. Nach dem üblichen Morgensport und dem Frühstück war der Befehl, unseren Einsatz zur Befüllung des Wasserhindernisses vorzubereiten.
    
    Als erstes packten Peter und ich unsere persönlichen Dinge für die nächsten Tage zusammen, dies waren in erster Linie unser Sturmgepäck Teil1 und Teil2. Wer kennt es noch? Für einen Soldaten befanden sich darin alle notwendigen Gegenstände, um im freien Gelände zu leben, bzw. um zu überleben. Luxus war da nicht drin.
    
    Egal, für uns war es ein großes Abenteuer und es bedeutete ein paar Tage abseits vom langweiligen Alltag zu verbringen. Ich hatte natürlich die besondere Anspannung, ob meine geile Frisöse mich besuchen würde und was da so möglich wäre.
    
    Zusammen beluden wir unser Fahrzeug, einen SIL 157. Dieser LKW russischer Bauart wurde schon im 2. Weltkrieg eingesetzt, robust und unverwüstlich. Nun noch schnell zur Küche und die Verpflegung abgegriffen. Der Koch hatte keine guten Nachrichten, bbrrr, es gab nur Komplekte, das ist lang haltbares Essen in Dosen und anderen Verpackungen. Selbst das Brot ist in der Dose. Peter und ich waren reichlich entsetzt, aber so ist halt das Soldatenleben, wer es kennt weiß wovon ich rede.
    
    Endlich war alles vorbereitet und wir starteten mit unserer Fahrt in den Wald. Am Wasserbecken errichteten wir unser einfaches Zelt aus mehreren Planen und verlegten dann die Rohre zwischen Pumpe, Ansaugstelle und Wasserbecken.
    
    Kurze Zeit später hieß es ...
    ... dann "Wasser marsch", klares Wasser plätscherte in das Becken, die Vögel zwitscherten und die Sonne schien wunderbar. Die nächste 48 Stunden würden wir nun hier draußen verbringen.
    
    Es wurde Abend und wir packten das karge Essen aus. Sollte ich heue noch Besuch bekommen? Schon hatte ich wieder eine Erektion und die schöne Erinnerung an diese warme weiche Frau. Würde sie mich finden? Die Geräusche von Generator und Pumpe konnte man weit im Wald hören, das sollte also klappen. Sie hatte ja auch meinen Zettel mit unserem Standort.
    
    Die Dunkelheit kam schon über uns, nun würde sie heute sicher nicht mehr kommen. Ein wenig Enttäuschung machte sich in mir breit. Peter packte eine geschmuggelte Flasche "blauen Würger" aus, ein einfacher Korn. Nun gut, würde mich heute König Alkohol in den Schlaf bringen.
    
    Der nächste Tag war angefüllt mit überwachen der Aggregate und Nachfüllen von Benzin. Es herrschte wunderbares Wetter, das klare Wasser lud sogar zum Baden ein. Nachmittags saßen wir gerade an unserem eingeschweißten Keksen, als wir etwas klappern hörten.
    
    Ich drehte mich um, und wie aus dem Nichts stand meine Frisöse vor mir. Sie schob ein Fahrrad mit einem großem Beutel am Lenker und lachte mich an.
    
    "Na die Herren, das schaut aber nicht besonders lecker aus, auf dem Tisch". "Gut, dass ich zufällig frischen Kuchen, Kaffee und Rotwein dabei habe". Ich jubelte innerlich, aber Peter war natürlich vollkommen überrascht von ihrem Besuch. "Ja setz dich doch zu uns", sagte ich ...
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