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Das Refugium - Complete 000 - 015
Datum: 22.11.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... Erst muss der Haken fest sein, dann kommt der Bolzenschneider, und verwechsle nicht die Seile. Ich werde auf der Bordkamera sehen, wenn den Käfig am Bergeseil hängt, und dann schweben wir einfach davon." „Den Flug zur Station zurück verbringst Du draußen, ich setze dann den Käfig auf eine Transportplattform, Du machst Dein Geschirr und den Haken ab, und ich fliege den Heli zurück in den Hangar, während die Transportplattform den Käfíg mit Sandy in die medizinische Abteilung fährt." „Und ich?" fragte Marianne leise, „Was wird aus mir?" „Du bist hier fertig. Du kannst hingehen wo Du willst, ich habe es Lisa versprochen. Aber niemals mehr lasse ich Dich durch das Tor in die Station. Unser Deal ist hiermit gekündigt. Ich gebe Dir, wenn wir lebendig zurückkommen, noch Zeit genug um Dich in Sicherheit zu bringen. Ab morgen Früh wird Dich die Stationsverteidigung aber wie jeden anderen Eindringling in die innere Zone behandeln." „Das ist hart, aber fair, nach allem was ich Dir angetan habe", sagte Marianne gefasst, und händigte Manfred unaufgefordert ihren Controller aus, ohne ihn anzusehen. „Den brauche ich jetzt wohl nicht mehr." „Ich komme mit Dir mit!", meldete sich Lisa sofort, und schob ihre Kopfhörer zur Seite. Sie hatte natürlich mit mindestens einem halben Ohr mitgehört. „Nein, Du bleibst hier", wies Marianne sie an. „Ich weiß nicht, wie weit ich komme, und alleine habe ich bessere Chancen. Sandy wird Dich und die Versorgung durch die Station brauchen, ...
... bis sie wieder gesund ist." Und zu Manfred gewandt fragte sie: „Du wirst sie doch beide aufnehmen und anständig behandeln?" „Deine Töchter werden bei mir in Sicherheit sein, so lange sie wollen", versprach Manfred. „Außerdem schicke ich einen TransportBot mit einem Rucksack mit Überlebensausrüstung, Proviant und einer Waffe zu den Grenzmarkierungen. Wenn Du schnell genug bist und Dich gut tarnst, kannst Du an den Maraudern vorbei sein, bevor sie sich von unserem Besuch wieder erholt haben. Viel Glück." Und er wandte sich ab, ohne sie eines Blicks zu würdigen. Heimlich fürchtete Manfred, sie könnte ihn anbetteln und weich machen. Zu seiner Erleichterung versuchte sie gar nicht erst, ihn umzustimmen. Einige Minuten später war der Heli bereit, und sie befanden sich auf der Fahrt zum Hangar. Manfred hatte für sich und Lisa funktionale und bequeme Bordoveralls bestellt, und für Marianne einen eng anliegenden schwarzen Turnanzug für maximale Beweglichkeit. Schweigend kleideten sie sich an, und er konnte nicht widerstehen, einen letzten Blick auf Mariannes atemberaubenden Körper zu werfen. Sollte er schwach werden, und ihr eine zweite Chance geben? „Sei kein Trottel", dachte er, „was auch immer sie Dir vorgespielt hat, war nicht echt. Sie hat Dich ein Mal verraten, und sie wird es wieder tun." Er schwang sich ins Cockpit, wies Lisa an sich neben ihn zu setzen, und Marianne stieg hinten ein. Manfred fuhr die Turbinen hoch, und als er die Steuerung in die Hand nahm, ...