1. Das Refugium - Complete 000 - 015


    Datum: 22.11.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... bekam Lisas Gesicht für einen Moment eine leicht rötliche Färbung, aber sie ließ sich ihr Interesse nicht anmerken.
    
    Irgendwann fanden sie auch die Verbindung ins Internet. Teile davon waren dank seiner robusten Architektur immer noch aktiv, die Marauder-Clans nützen die Verbindungen für ihre Geschäfte untereinander und hielten sie deswegen auch notdürftig am Laufen. Es stellte sich aber leider schnell heraus, dass von dem einstigen Netz aller Netze nur noch kleine Inselchen online waren. Darüber hinaus war die Verbindung der Station nach draußen so abgesichert, dass sie nur Seiten aufrufen und Links folgen konnten, aber selber keine Inhalte oder auch nur Tastenanschläge ins Internet senden konnten. So verloren die Frauen bald das Interesse und wendeten sich anderen Funktionen zu. Bald wuselten Horden von fleißigen Aufräumrobotern und Staubsaugern über den Boden, und Lisa und Marianne gelang es, sie so zu steuern dass sie Rennen gegeneinander fahren konnten.
    
    Seit sie in seiner Obhut waren hatte Manfred Marianne und Lisa nicht mehr so ausgelassen herumalbern sehen, und so ließ er sie mit der High-Tech Anlage Unfug treiben so lange sie wollten. Er verzichtete darauf ihnen die ernsteren Funktionen zu zeigen, zum Beispiel die Feuerleitanlage, wo man mit dem selben Fingerschnipsen, das sonst die Stereoanlage ein- und ausschaltete, auch einem Marauder ein 20mm Explosivgeschoss durch die Brust schießen konnte. Auch die Möglichkeiten, das Videobild jeder beliebige ...
    ... Überwachungskamera der Station auf eine oder alle Wände zu schalten erwähnte er nicht, diese Funktionen und viele mehr waren auf den Controllern den Frauen ohnehin mangels Zugangsberechtigung nicht verfügbar.
    
    Lisa brannte immer mehr darauf, endlich ihr Zimmer zu sehen, und Manfred reichte ihr ihren Controller. Sie öffnete ihre Eingangstüre. Es erwartete sie eine geschmackvoll zusammengestellte Einrichtung aus weißem Schleiflack und Chrom, und noch mehr technischer Schnickschnack. „Es hat unserer Chefbiologin gehört", erklärte Manfred, „ich fand, sie war eine bemerkenswerte Frau und ihr Stil war eher zu einer jungen Frau wie Dir passend als das Barocke, auf das eher Marianne steht." Lisas Zimmer war im Prinzip gleich aufgebaut wie die Anderen, hatte aber eine wesentlich modernere und nüchternere Einrichtung. Weiß und Chrom dominierten, geschmackvoll eingerahmt von dezent schmalen goldenen Rändern. Leider waren aber keine Schriftzüge bekannter Designer zu finden, und überhaupt fand Lisa das Gebotene ätzend langweilig und überhaupt viel zu spießig für ihren Geschmack. Sie verlor relativ bald das Interesse am Erforschen, gab sich mit dem was sie schon bei Marianne gesehen hatte zufrieden, schnappte sich einen Kopfhörer, lümmelte sich auf eine gemütliche Couch, rief irgendeine alte Medizin-Soap aus der Mediathek auf und blätterte gleichzeitig gelangweilt auf der anderen Wand in alten Ausgaben von Lifestyle- und Modemagazinen. Ihr ganzes Gehabe drückte deutlich aus, dass sie nicht gewillt ...
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