1. Verhext


    Datum: 03.02.2024, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... das gleiche Zeug befand. Mit dem Finger im Hals wollte er sich zum Kotzen bringen. Es ging nicht, auch als er versuchte seinen Darm durch Pressen zu leeren, kam nichts. Vor Verzweiflung begann er wieder um Hilfe zu rufen. Er wollte nicht leise hier in diesem Loch sitzen. Einen Moment dachte er daran, sich das Leben zu nehmen. Doch soweit war er noch nicht. Noch wollte er leben.
    
    Etwas später versuchte Dennis objektiv über seine Lage nachzudenken. Schreien und toben brachte keine Lösung. Soweit er es beurteilen konnte, hatte diese Julia nicht vor ihn um die Ecke zu bringen, da sie ihn als Ersatz für diese Denise haben wollte. Er sollte dazu die Kleidung tragen, er im Schrank gesehen hatte. Sie passte ihm jedoch nicht und so kam Julia auf den abstrusen Gedanken, ihn zu einer Hexe zu schicken, die ihn verzaubern sollte.
    
    Dennis schüttelte den Kopf. So etwas gab es nicht und diese junge Frau, die merkwürdige Sachen mit ihm machte, konnte unmöglich eine Hexe sein. Hexen waren alt und hatten einen Buckel, das wusste doch jeder. Komisch kam es ihm allerdings vor, dass er sich nicht wehren konnte. Vielleicht hatte sie ihm Drogen verabreicht. Rauschgift, ja, das könnte es sein. Dafür sprach auch, dass er müde wurde. Das Denken strengte ihn immer mehr an.
    
    Immer wieder spürte er, dass ihm die Augen zufielen. Seltsam, dachte er, hier ist es doch stockdunkel, er könnte doch seine Augen offenlassen und so einschlafen. Er könnte ...
    
    Helligkeit weckte ihn. Sofort begann der Bann, ...
    ... unter dem er immer noch stand, zu wirken und machte ihn willenlos. Die angebliche Hexe befahl ihm aus der Grube zu steigen, sich auszuziehen und ihr in den Garten zu folgen. Hier war es so dunkel wie in der Grube. Kein Mond und keine Sterne waren zu sehen. Seine Umgebung konnte Dennis nur erahnen. Die junge Frau, die Hexe, die ihn führte, schien keine Probleme zu haben sich zu orientieren.
    
    „Bleib stehen", befahl sie.
    
    Dennis blieb stehen. Ihm wurde gesagt, dass vor ihm ein Kessel stand, in den er steigen solle. Er tastete im Dunkeln herum, fand den Kessel und stieg hinein. Die Masse, die sich darin befand, fühlte sich an Dennis Füßen eklig an, sie war warm, schleimig und widerlich. Dennis schauderte als er spürte, wie das Zeug an ihm hochkroch. Es bedeckte erst die Waden, die Knie, dann die Schenkel. Es umschloss seinen Penis und drang in seine Harnröhre ein. Das widerliche Zeug füllte auch seinen Darm aus. Stünde er nicht unter dem Bann, er wäre davongerannt. So musste er stillhalten und zulassen, dass er vollkommen von diesem schmierigen Zeug eingeschlossen wurde. Einzig die Nasenlöcher blieben frei. Nach einer Weile wurde die Masse hart, sodass er letztlich starr wie eine Statue wirkte. Er konnte sich nicht rühren. Wie lange dieser Zustand andauerte, konnte er nicht sagen. Es war wie in der Grube, er sah und hörte nichts, obwohl ... er lauschte angestrengt und meinte einen monotonen Singsang zu hören. Und obwohl er geschlafen hatte, wurde er durch die Klänge schläfrig ...
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