1. Frohes neues Jahr!


    Datum: 10.02.2024, Kategorien: Humor,

    ... wünschten uns ein frohes neues Jahr.
    
    Um viertel vor eins waren wir wieder zuhause, Basti muss heute den Frühdienst fahren und somit zeitig aus den Federn.
    
    Wir haben einen freien Tag.
    
    Schon im Treppenhaus knutschten wir heiß herum und wünschten uns noch mehrmals ein frohes neues Jahr. Das ging so weiter, bis wir endlich im Bett waren. Wir hatten viel Zeit, denn schließlich konnten wir ausschlafen. Ich genoss Robins Zärtlichkeiten, doch plötzlich, so schnell konnte ich gar nicht reagieren, fand ich mich in Handschellen an das Bett gekettet wieder.
    
    "Na gut, Mister", sagte ich, "du darfst alles mit mir machen, aber wehe, wenn du mich kitzelst. Irgendwann musst du mich sowieso freilassen und ich schwöre dir, wenn du mich auch nur einmal kitzelst, wirst du nicht mehr lange leben!"
    
    Robin lachte, aber er kitzelte mich nicht, sondern stand auf und verließ das Schlafzimmer.
    
    Was sollte das denn nun?
    
    Ich hörte ihn in der Wohnung herumwurschteln, ich glaubte ihn sogar einmal in den Hausflur gehen zu hören. Nach Ewigkeiten kam er zurück.
    
    "So, fertig ... die Dinger sind tatsächlich äußerst nützlich ...", meinte er, schloss die Handschellen auf und zog mich mit einem breiten Lächeln im Gesicht aus dem Bett.
    
    Ich trottete hinter ihm her und wäre beinahe in Ohnmacht gefallen, als ich sah, was er getan hatte.
    
    Ein aus flackernden Teelichtern gebildeter Weg führte zu einem aus ebensolchen Lichtern zusammengefügten, großen Herzen, dahinter stand eine Vase mit einem ...
    ... riesigen Strauß roter Rosen.
    
    Ich wusste gleich, was das zu bedeuten hatte und konnte meine Tränen nicht zurückhalten.
    
    Als er dann schließlich vor mir niederkniete, heulte ich erst richtig los.
    
    Natürlich antwortete ich auf die gewichtigste Frage aller Fragen mit "Ja", denn auch wenn es mir ein wenig früh erschien, war ich mir absolut sicher, dass ich niemals jemanden finden könnte, den ich mehr lieben würde, als meinen Robbie. Er ist mein Traummann und den gebe ich nie wieder her.
    
    Ja, Leute, so schnell kann's gehen , nun trage ich einen Ring am Finger. Robin hat extra einen ausgesucht, der einem Ehering gleicht, ohne irgendwelche scharfen Kanten oder dergleichen, denn so was darf man in unserem Beruf nicht tragen. Schließlich wollen wir unsere Patienten nicht versehentlich verletzen.
    
    Ich kann es noch gar nicht glauben ...
    
    Robin meinte, an dem Ring könne jeder nun erkennen, dass ich zu ihm gehöre, dass ich seine Traumfrau sei und dass er mich mehr liebt als sein eigenes Leben. Er ist wirklich der allerliebste Robin, den es gibt ...
    
    Ob er doch weiß was in der Limousine passierte und in der Bar? Vielleicht denkt er ja, dass ich ihn an dem gleichen Ring, den er nun trägt, wiedererkennen würde, falls ich nochmal ohne ihn ausgehen sollte.
    
    Aber so oberflächlich sind wir Frauen doch gar nicht ... wer achtet schon auf so eine Kleinigkeit wie einen Ring?
    
    Die Männer ... das sage ich euch und das könnt ihr mir glauben ... die Männer sind viel schlimmer!
    
    Außerdem ...