-
Der Club der jungen Dichterinnen 01
Datum: 04.04.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen,
... sinnlichsten Träumen hingeben und meinen Händen alles erlauben. Dienstag: Der Morgen beginnt für alle in der Klosterkirche mit einem Morgengebet, dann geht es zum gemeinsamen Frühstück in den großen Speisesaal. Die Schülerinnen sitzen brav auf Bänken an langen Tischreihen nach den Jahrgangsstufen sortiert. Etwas abseits steht der Tisch der Lehrpersonen auch hier gibt es rechts und links Bänke und nur an jedem Kopfende einen großen Sitz für die Schulleiterin und einen für die Schwester Oberin. Bedient werden alle von den Novizinnen des Klosters. Ob die liebe Frau Rowlings jemals hier war und sich hat inspirieren lassen? Man fühlte sich ein wenig nach Hogwards versetzt, wenn da nicht die allgegenwärtigen Kruzifixe wären. Heute habe ich bereits einen Teil meiner Schülerinnen kennen gelernt. Es ist unglaublich, wie gut Bildung klappen kann, wenn nur genug Geld im Spiel ist. Selbst in der fünften Klasse, die ich in den ersten beiden Stunden zu unterrichten hatte, saßen nur 12 Mädchen vor mir. Danach dann eine neunte Klasse, typisches Pubertätsalter, aber das typische Verhalten war hier nicht wahrnehmbar. Sicher stecken die Mädels auch tief in diesen jugendlichen Wirren, aber sie sind so gedrillt, haben so viel Disziplin, dass sie es sich nicht anmerken lassen. Zum Abschluss des Vormittags dann meine erste Begegnung mit der Abiturklasse. Die sollten doch alle 18 Jahre oder älter sein, aber rein optisch saßen da keine jungen Damen, sondern große Mädchen. Denn auch die ...
... älteren Schülerinnen tragen die brave, biedere Schuluniform des Internats: weiße Blusen, darüber einen dunkelblauen Strickpulli mit dem Wappen der Schule und über dicken schwarzen Wollstrumpfhosen einen halblangen dunkelgrauen Faltenrock mit Karomuster. Und darüber tragen sie draußen dann noch ein Jackett in gedecktem Grau. Es ist wie eine Zeitreise, man fühlt sich in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts versetzt. Wie halten jungen Frauen so etwas aus? Ich selbst wurde dann gleich nach dem Mittagsessen zur Schulleiterin zitiert, die mir in ihrer unverwechselbaren, nichts direkt ansprechenden Art dennoch ganz deutlich machte, dass ich meinen Kleidungsstil anzupassen hätte. Ich habe mich dann gleich umgezogen, wobei es nicht leicht war, die „überbordende Farbenfreude in meiner Kleidung" durch etwas „an meine Stellung und den an mich vergebenen Lehrauftrag Angemesseneres" zu ersetzen. Weiß und beige sind jetzt die vorherrschenden Farbtöne meiner Bekleidung, schwarze und graue Kleider besitze ich überhaupt nicht, da muss ich in den kommenden Tagen mal nachkaufen. Ich hoffe nur, man wird mir das Erlauben und Ausgang geben. Es ist voller Komik, aber auch verstörend und in gewisser Weise lebensverneinend hier im Internat. Wer schickt sein Kind auf solch eine Schule? Aber ich wollte ja eigentlich von meiner „Oberprima" erzählen. Das sind 11 junge Damen, die aber immer noch wie Mädchen wirken. Wie kann es sein, dass Frauen in diesem Alter so brav und bieder daher kommen. Ich ...