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Das Generationenhaus
Datum: 03.06.2024, Kategorien: Sonstige,
... Geschehen noch nicht eingegriffen, sondern stand sozusagen in Lauerstellung immer noch in der zweiten Reihe. Dann sah ich nur, wie die Frau ihre Arme kraftlos nach unten fallen ließ. Sie hielt für einen Moment starr inne, streckte plötzlich ihre Arme vor, teilte den Ring der um sie versammelten Personen und trat überraschend vor mich hin. Starr blickte sie mir ins Gesicht und fragte nur kurz und bestimmend: "Haben Sie Interesse an der Wohnung?" Als ich nickte und laut "Ja" sprach, wendete sie sich den anderen zu und sagte in einem schnippischen Unterton: "Tut mir leid, ich habe die Wohnung gerade vergeben. Verlassen Sie jetzt bitte das Grundstück." Ich wollte mich der Menge schon anschließen. Sie aber hielt mich am Jackenärmel fest und bedeutete mir, ihr ins Haus zu folgen. Das war kaum zu fassen: Mir war eine Wohnung zugeschlagen worden, die ich ebenso wenig kannte wie die Vermieterin eine Ahnung von mir hatte. Als ich das der Frau sagte, lachte sie laut und fügte hinzu: "Wissen Sie, ich muss nicht vermieten. Sie haben mir einfach gefallen. Das alles habe ich mir nicht so kompliziert vorgestellt. Der Rest wird sich finden." Offenbar hatte ich wirklich das große Los gezogen. Der Raum war fast 30 Quadratmeter groß mit Blick auf einen wundervoll angelegten Garten. Hierum müsse ich mich nicht kümmern, sagte die Vermieterin. Dafür sei der Gärtner zuständig. Sie habe nach dem frühen Tod ihres Mannes so viel Platz im Haus. Da wolle sie jungen Menschen eine Chance auf eine gute Unterkunft geben. Das Haus sei so groß, dass ich sogar in einem eigenen kleinen Flügel über ein eigenes Bad verfügen könne. Auch ums Putzen müsse ich mich nicht kümmern. Dafür sei eine Reinigungskraft eingestellt. Sie würde auch bei mir aufräumen, wenn ich das wünsche.