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Wein unter Nachbarn
Datum: 15.09.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen,
Sie steht in der offenen Terrassentür seines Hauses, eine Flasche Wein in der Hand. "Darf ich reinkommen?" "Ist das dein Ernst? Seit wann fragst du? Natürlich darfst du, das weißt du doch! - Wieso hast du denn Wein dabei, es ist doch erst 10 Uhr morgens." "Ich muss was mit dir besprechen, und dazu muss ich erst ein Glas Rotwein intus haben. Sonst trau ich mich nicht." Sie sieht ihn bittend an. "Oh. - Na dann - setz dich, ich hol Gläser." Sie lässt die Terrassentür geöffnet, draußen sind es herrliche 27 Grad, es soll noch bis 32 Grad warm werden. Sie setzt sich auf die Couch im Wohnzimmer, macht die Flasche auf, er stellt die Gläser vor sie hin und sie gießt ein. Er nimmt sich ein Glas, sagt "Zum Wohl!" und trinkt einen Schluck. Sie nimmt sich das andere Glas. "Sag mal, wie gut kennst du mich eigentlich?" fragt sie. "Soll das ein Witz sein? Worauf willst du eigentlich raus? - Nein, das ist falsch, eine Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten. Moment, ich muss kurz nachdenken." Er beschließt, die Frage so ehrlich wie möglich zu beantworten. Aber es ist ein gut Teil Unsicherheit in ihm, er hat überhaupt keine Ahnung, um was es letztendlich gehen wird. "Also gut, um erstmal deine Frage zu beantworten: Ich weiß nicht genau ob ich das jetzt richtig formuliere. Ich würde sagen, ich kenne dich so gut wie man einen anderen Menschen überhaupt kennen kann. Wir haben dir damals durch deine Scheidung geholfen, genau wie du mir als meine Frau gestorben ist. ...
... Ich habe deine Wäsche gewaschen, als deine Waschmaschine sich verabschiedet hat. - erinnerst du dich?" Sie nickt. "Und kurz danach war meine kaputt! Da hast du für mich gewaschen. Also wissen wir beide wie die Unterwäsche vom anderen aussieht. Was da alles für Klamotten drin waren! Deine Seidennachthemden, die Spitzen-BHs, und ich hatte zu der Zeit diese Netzunterwäsche, die ich ein paar mal getragen habe. Egal. - Und wie viele Abende wir gemeinsam auf einer unserer Terrassen gesessen haben, bei Bier oder Rotwein, und über Gott und die Welt gesprochen haben, weiß ich nicht mehr. Um es kurz zu machen: Ich glaube ich kenne dich. Ich vertraue dir implizit, du hast die Schlüssel zu meinem Haus, kannst hier ein- und ausgehen wie du möchtest. Ich habe keine Geheimnisse vor dir." "Ja, mir geht es auch genauso. Ich weiß wie dein Haus riecht, kenne mich dort aus wie in meinem eigenen Haus. Und so ein Haus erzählt auch was über den Bewohner. Und das hat mir über die ganzen Jahre immer gefallen, was dein Haus mir über dich sagt. Erzähl mir doch mal etwas, dass ich noch nicht weiß." Sie grinst in schelmisch an. Ist das schon der Rotwein? "Ooookay. Als du vor zwei Monaten in Urlaub warst, habe ich bei dir ein Buch von Ray Bradbury gesucht mit dem Titel "Fahrenheit 451". Ich dachte du hast das, ich meinte ich hätte es bei dir gesehen. Jetzt wurde es mir empfohlen, und ich wollte es lesen. Dabei habe ich den Schrank unter deinem Fernseher aufgemacht und hinter den vorderen DVDs ...