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Sichtbar Werden - Ch. 01
Datum: 06.02.2026, Kategorien: Fetisch
Vorwort Hallo 'Literoticats', dies ist meine erste Story auf Literotica. In dieser Geschichte und allen weiteren, die in dieser Storyline erscheinen werden, lege ich den Schwerpunkt auf sinnliche Erotica, es wird also nicht also nicht in harte Pornografie ausarten, sondern feinsinnig erotisch mit emotionaler Tiefe bleiben. Obwohl es in der Geschichte hauptsächlich um erotische Beziehungen zwischen Frauen geht habe ich die in der Kategorie Fetisch eingeordnet, weil es halt sehr oft auch um, ich nenne es mal Materialbeziehungen, geht. Jetzt aber genug der einleitenden Worte, ich wünsche euch viel Freude beim Lesen! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Kapitel 1: Widerstand aus Prinzip Julia hasste Feinstrumpfhosen. Oder zumindest versuchte sie sich das einzureden -- mit zunehmendem Widerstand. Für sie waren sie Symbol einer überkommenen Weiblichkeit, ein Relikt aus Zeiten, in denen Frauen ihre Beine verstecken mussten, anstatt sie frei zu zeigen. Zu eng, zu künstlich, zu... unnötig. „Ein modisches Fossil", hatte sie neulich geschimpft, als ihre Mitbewohnerin ihr für ein Bewerbungsgespräch eine blickdichte schwarze Strumpfhose hinhielt. Julia lachte schnaubend, schüttelte den Kopf. „Lieber erfriere ich, als so was anzuziehen." Sie ging tatsächlich mit nackten Beinen -- Mitte Oktober, durch einen Nieselregen, der ihr bis in die Knöchel kroch. Doch manchmal beginnt ein ...
... Wandel schleichend. Oder mit einem einzigen Blick. Clara begegnete ihr in der Ausstellung für Textilkunst im alten Hallenbau der Stadt. Julia war eigentlich nur wegen des Soundsystems da -- sie hatte gelesen, dass ein Avantgarde-Komponist mit flüssigen Frequenzen arbeitete, die sich an Bewegung anpassten. Das Thema interessierte sie. Menschen eher weniger. Und dann sah sie: Beine. Lange, schmale, ruhige Linien, umhüllt von einem schimmernden Hauch von Grau, wie ein feiner Nebel auf Alabaster. Die Strumpfhose -- hauchzart, glänzend wie Seide -- schien nicht einfach Kleidungsstück zu sein, sondern Aussage. Julia war wie elektrisiert. Für einen Moment vergaß sie, dass sie solche Textilien angeblich „unnötig" fand. Ihre Augen blieben daran hängen wie an einem geheimen Code, den sie plötzlich entziffern wollte. Als sie den Blick hob, traf sie Claras Augen. Direkt. Witzig. Abschätzend. Clara hatte sie längst bemerkt. „Du starrst meine Beine an", sagte Clara ohne Vorwurf, aber mit einem Hauch zu viel Genuss. Julia blinzelte, errötete. „Ästhetische Neugier", konterte sie trocken. „Ah. Du bist also Kunststudentin." Clara lächelte. „Fast. Kommunikationsdesign." „Dann weißt du ja, dass das Medium immer auch die Botschaft ist." Clara zwinkerte. Und das war der Moment, in dem Julia begriff, dass sie hier nicht nur einer Frau begegnet war -- sondern einer Art Sog. In den nächsten Wochen trafen sie sich häufiger -- mal in der Uni-Mensa, mal zufällig im ...