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S&O - Zielpersonen 01-05
Datum: 07.02.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... die Kameras getäuscht? Ein Loop einer vorab aufgenommenen Sequenz eingespielt? Oder kam der Einbrecher über das Dach? Die Detektivin markierte die Dateien als ‚gesehen' und trug das negative Ergebnis zusammen mit ihren Fragen in den internen Ermittlungsbericht ein. Während des angestrengten Starrens auf den Monitor hatten die Kopfschmerzen deutlich an Stärke zugenommen. Sophie rieb über die Schläfen, doch das brachte kaum Erleichterung. Sie fühlte sich ziemlich unwohl. Die Luft kam ihr stickig vor, und in ihr breitete sich eine leichte Übelkeit aus. Spontan beschloss sie, eine kleine Schwimmrunde einzulegen. Die frische Luft am Fluss und die Bewegung würden ihr sicherlich gut tun. Rasch schrieb sie eine kurze Notiz für Olivia und legte den Zettel gut sichtbar auf den Küchentisch. Dann zog sie einen einteiligen Sportbadeanzug an und schlüpfte in Jeans, T-Shirt und Turnschuhe. In eine kleine Tasche packte sie ein paar Badeutensilien, griff nach ihrem Autoschlüssel und lief hinunter zur Garage. Nur wenig Verkehr herrschte auf den Straßen. Der Himmel war diesig. Die aufgehende Sonne schien kaum hindurch. Als sich Sophie dem kleinen Waldstück am Rand der Stadt näherte, ließ das Verkehrsaufkommen noch weiter nach. Auf dem unbefestigten und im Moment leeren Parkplatz, der eigentlich nur aus festgetrampelter Erde bestand, stellte sie ihren Wagen ab. Sophie schlüpfte aus ihrer Straßenkleidung und legte diese auf den Fahrersitz über ihr Smartphone. Dann schloss sie das ...
... Auto ab, verstaute den Schlüssel in der kleinen, verschließbaren Seitentasche an ihrem Badeanzug und lief zum nahegelegenen Fluss. Am Ufer angekommen schöpfte sie ein wenig Wasser mit den Händen und kühlte ihren Körper. Dann stieg sie in den toten Seitenarm des Flusses, welcher die Stadt durchzog. Zügig kraulte Sophie im Zickzack den Flusslauf entlang. In den ersten Minuten erhöhte sie das Tempo nur behutsam, um zu eruieren, wie die Kopfschmerzen auf körperliche Anstrengung reagierten. Als kein negativer Effekt zu spüren war, zog sie die Geschwindigkeit deutlich an. Sophie pflügte mit kraftvollen Armzügen durch das kalte Wasser. Immer hechelnder ging ihr Atem, bis sie schließlich nach etwa einer Viertelstunde eine Pause einlegen musste. Für ein paar Minuten ließ sie sich auf dem Rücken treiben und schaute in den Himmel. Graue Wolken hingen über ihr. Aus der Ferne hörte sie leise ein paar Fahrzeuge. Die Straße verlief hier recht nahe am Ufer. Das reicht für heute, entschied sie. Nicht ganz so sportlich schnell schwamm sie zurück. Ihre Kopfschmerzen waren fast gänzlich verschwunden. Was davon noch übrig war, ließ sich ertragen, ohne sie bei der kommenden Ermittlungsarbeit abzulenken. „Puh!", sagte Sophie schließlich, als sie sich ihrem Startpunkt näherte. „Das hat gut getan." Zurück am Wagen trocknete sie sich rasch ab. Die kühler werdende Luft machte die Feuchtigkeit auf der Haut unangenehm. Erleichtert schlüpfte sie wieder in ihre Kleidung und setzte sich ...