-
Planet der Scharfen 22
Datum: 15.03.2026, Kategorien: Sci-Fi & Fantasy,
... Sie will warten, bis die letzten aus den Zimmern kommen. Dann fragt sie: «Ist jemandem etwas aufgefallen?» Zunächst schauen wir uns alle ziemlich ratlos an, dann meint Paul: «Die Zimmer auf der Ostseite sind kühler als die Zimmer auf der Westseite. Das passt nicht zur Tageszeit.» Das stimmt. Die Ostseite war den ganzen Morgen sonnenbeschienen. Jetzt steht die Sonne im Süden. Die Zimmer im Westen müssten also kühler sein als jene im Osten. Hari grinst über beide Ohren: «Das ist richtig, aber die Auflösung dieses Rätsels muss warten. Jetzt wollen wir zuerst etwas trinken. Die Kleider nehmen wir mit, ziehen sie aber nicht an.» Was soll das nun wieder? Gibt es noch mehr Zimmer, die wir einweihen sollen? Wieder im Erdgeschoss, deponieren wir die Kleider auf den Stühlen rund um den grossen Tisch. Dann bekommen wir Wirtschaftsräume zu sehen, vor allem eine geräumige Küche auf der Westseite und Vorratsräume auf der Ostseite. In einem Vorratsraum finden wir einen kleinen Transmitter und ein Gestell mit Körben voller Kürbiskerne und Käse. Beim Anblick des Käses fällt mir auf, dass der Raum kühl ist. Ich muss an das Maggia-Wasser denken. Das kommt von Gletschern. Im nächsten Raum stehen Gestelle mit Krügen und Körben voller Früchte. Davon nehmen wir einige in den Hauptraum mit, wo wir uns an den grossen Tisch setzen. Nevia erklärt den beiden Voltanern: «Sowohl der Saft in den Krügen als auch die Früchte geben Lust auf eine gute Zeit.» Nevia kann den beiden Voltanern ...
... ansehen, dass sie nicht verstehen, was mit 'eine gute Zeit' gemeint ist. Sie formt ihre Linke zu einer Öffnung und steckt den Zeigfinger ihrer Rechten hinein. Gleichzeitig lässt sie uns allen ein Bild zukommen, das ein kopulierendes Paar zeigt. Da lachen die beiden los. Trich meint: «Ich verstehe, es genügt nicht, die Wörter zu kennen. Man muss auch noch lernen, wie sie wo gebraucht werden.» Trach fügt hinzu: «Das ist aber eine sehr vergnügliche Art, eine Sprache zu lernen. Kämpferische Frauen sind auch gute Lehrerinnen.» Die Stimmung ist ziemlich ausgelassen und ich spüre die Wirkung des Fruchtsaftes deutlich. Ich bin versucht, mich gleich auf Trach zu setzen, aber Nevia lässt mir keine Zeit dazu: «Wir haben noch ein Stockwerk zu besichtigen.» Damit steht sie auf und geht auf die einzige Türe zu, die wir noch nicht geöffnet haben, ganz hinten rechts, in der nordöstlichen Ecke des grossen Raumes, in der Verlängerung der hölzernen Treppe zum Obergeschoss. Hinter dieser Türe versteckt sich eine steinerne Treppe. Sie führt zum Untergeschoss, das eine einzige grosse Halle zu sein scheint. Durch seitlich am Haus angebrachte Lichtschächte fällt Tageslicht herein, aber es sind auch Halter für Kerzen und Fackeln vorhanden. Vor uns sehen wir zwei Schwimmbecken, ein kleines gleich vor uns und ein grösseres, das beinahe bis zum südlichen Ende der Halle reicht. Der Anblick erinnert mich an ein Hallenbad mit einem kleineren Becken für Nichtschwimmer und einem grösseren zum ...