-
Sommer 2015
Datum: 17.03.2026, Kategorien: Verführung
Den Sommer 2015 erinnere ich als einen der erfülltesten Sommer meines Lebens. Ich war damals 45 und befand mich ein wenig auf der Sinnsuche. Was sollte mein Leben mir im Weitern bringen? Wo konnte ich Erfüllung finden. Der Beruf als Lehrerin brachte mir zwar große Freude und doch hatte ich oft das Gefühl auf der Stelle zu treten. Des Schicksals Fügung wollte es, dass ich ein Ehrenamt als Sprachlehrerin in einer Flüchtlingsunterkunft begann und davon handelt diese kleine Geschichte. Die kleine Unterkunft lag am Rande der Stadt in einem kleinen idyllischen Wald. Einmal die Woche radelte ich durch die schöne Landschaft und gab einem jungen Afghanen Deutschunterricht in einem kleinen, etwas herunter gekommenen Container, der als so etwas wie ein Aufenthaltsraum diente. Ein altes Sofa, ein kleiner abgenutzter Küchentisch, zwei Stühle und ein flaches Sideboard, in dem verschiedenste Zeitschriften gestapelt lagen. Aber nun springen wir zurück in diese wundervolle und erfüllende Zeit: Mustapha ist zwanzig, mit einem schelmischen Grinsen auf den Lippen und funkelnden klaren Augen, die sofort meine Aufmerksamkeit gefesselt haben, als ich ihn das erste mal sah. Sein Humor ist ansteckend, sein Charme unwiderstehlich. Er ist manchmal auch ein bisschen frech, was mich gleichermaßen amüsiert und herausfordert. Wir sitzen oft dicht beieinander, unsere Knie berühren sich. Ich spüre die Wärme seines Körpers, wenn er sich leicht nach vorne lehnt, um mir etwas zu erklären. Seine ...
... Hand, wenn sie wie versehentlich meine berührt, scheint für einen Moment zu verweilen, bevor er sie wieder zurückzieht. Diese kleinen Berührungen - eine Hand, die auf meinen Arm gleitet, oder ein leichtes Berühren meiner Hand, wenn er eine Frage stellt - sind zart, fast spielerisch. Doch für mich sind sie viel mehr. Sie wecken eine reizvolle Spannung, die ich nur allzu gerne spüre und auf die ich mich immer mehr einlasse. Eines Tages, während wir an einer Übung arbeiten, sieht Mustapha mich mit einem schelmischen Grinsen an. Seine Augen funkeln vor Schalk, als er sagt: "Du hast eine wunderschön Mund, Hannah. Kann mehr als nur deutsch spreche?" Ich spüre, wie mein Herz einen kleinen Sprung macht. Seine Worte sind frech, fast schon übergriffig, und ein bisschen empört reagiere ich innerlich. Das ist doch viel zu direkt, denke ich, und irgendwie auch unverschämt. Doch gleichzeitig spüre ich, wie mein Puls schneller wird, wie die Spannung zwischen uns wächst. Dennoch sehe ich ihm in die Augen, ein leichtes Lächeln auf den Lippen. Langsam lehne ich mich vor, unsere Blicke verschmelzen in einem Moment voller Spannung. Mit einer bewussten Bewegung hebe ich meine Hand und berühre seine Wange, meine Finger gleiten zart über seine Haut. Seine Hand legt sich auf meine, um sie zu halten. "Es heißt: Du hast EINEN wunderschöneN Mund!", belehre ich ihn sanft und lächle. "Ja, und der Mund kann mehr, als nur sprechen, Mustapha." Ich führe seinen Zeigefinger an meine Lippen. "DER ...