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Sigrid - Das Leben ist nie fair
Datum: 26.04.2026, Kategorien: Sonstige,
... nicht länger für dich behalten zu können, schreibe sie nieder und suche dir ein Pseudonym unter dem du sie der Allgemeinheit zur Beurteilung offenbaren willst... Wie es mal war. Es waren einige Jahre ins Land gegangen, seitdem die Kinder aus dem Haus waren. Sigrid und ihr Mann lebten nun alleine und beide hatten ihren Beruf, der sie tagsüber aus dem Haus trieb um sich dann am späten Nachmittag wieder dort einzufinden. Hobbies hatten sie beide nicht - zumindest bisher nicht und schon gar keine gemeinsamen, denn die Sorge um die Kinder, deren Unterstützung und die regelmäßigen Hilfen beim Aufbau der Existenz hatten bisher jede Freizeit aufgefressen. Und als sich nun auch die Enkel in einem Alter befanden, wo sie nach dem Kindergarten bei Oma und Opa abgeladen werden konnten war die Freizeit noch mehr geschrumpft. Freunde und Bekannte hatte ähnliche Umgebungen und so blieben nur die allgemeinen Feiertage und Festivitäten um einmal aus dem Alltagstrott auszubrechen. Aber wollte Sie das, reichte Ihr das? Immer öfter fragte sich Sigrid, ob das ihr Leben gewesen sein sollte, ob sie sich nun langsam auf die alten Tage vorzubereiten hatte und das eigentliche Leben doch noch gar nicht bei ihr angekommen war. So brach sie aus, immer wieder einmal durchstieß sie die Blase ihres Lebens wie es sich bisher dargestellt hatte und erkundete was es ansonsten noch um sie herum an bisher nicht erkundeten Erfahrungen zu machen gab. Karneval, Kirmes und andere lokale Feiern ...
... wie auch Geburtstage und andere Festivitäten im Freundes und Bekanntenkreis wurden nun war genommen. Ihr Ehemann machte dies zu Beginn noch mit, aber dann verging ihm nach und nach die Freude daran und er ließ sie immer öfter alleine ziehen. Er hingegen saß dann vor dem Fernseher und wartete darauf, dass es Zeit wurde zu Bett zu gehen und den Tag zu beenden oder war ab und an nochmal mit seinem Herrenkegelclub aktiv. So lebten sie sich langsam auseinander, es gab immer wieder auch mal kleinere Streitereien, weil sie mit Ihren Freundinnen bis früh am Morgen ausgeblieben war und er dann bei Ihrem "zu Bett gehen' geweckt wurde. So kam es, dass sie immer öfter auf dem Sofa im Wohnzimmer schlief anstatt zu ihm hoch ins Ehebett zu kommen. Eine Regelung, die ihr zum einen ruhiges Schlafen ermöglichte, weil sie nicht durch sein Schnarchen geweckt wurde und für ihn auch insofern o.k. war, dass er nicht geweckt wurde, wenn sie nachts aufstand, weil sie nicht mehr schlafen konnte, oder wenn sie mal von einem Damenabend erst spät nach Hause kam. Sie lebten sich auseinander und hatten bald nur noch eine gemeinsame Anschrift, sie kochte für beide und man lebte nebeneinander und aneinander vorbei. Gemeinsamkeiten wurden zur Routine und der Sex blieb mehr und mehr auf der Strecke bzw. fand einfach nicht mehr statt. Dies wurde Sigrid auf Dauer auch zu eintönig, der Frust in ihr stieg und auch im Job lief alles nicht mehr so rund wie sie es sich wünschte. Der Stress mit der Vorgesetzten ...