1. Außerirdische Fötzchen (15 bis 19)


    Datum: 27.04.2026, Kategorien: Sci-Fi & Fantasy,

    ... gemacht." Anerkennend reißt die blonde Königin ihre grünen Augen weit auf. Laschami erwähnt lieber nicht, daß Paul sich nur ergeben hat, um nicht allein in diesem Planetensystem zurückzubleiben.
    
    „Aber darum geht's mir überhaupt nicht!" bringt sie sich in das Gespräch ein. „Vielmehr möchte ich meiner Clan-Königin ein neues Familienmitglied vorstellen..." Schakira ist verblüfft und die blutjunge Kampfpilotin setzt richtig stolz fort: „...Nach guter, alter NephilimSitte habe ich Jack in der Schlacht besiegt und zum Mann genommen. Paul ist nach amerikanischer Sitte unser einziger Trauzeuge, weil über der glühendheißen Sonnencorona sonst keiner zu finden war!"
    
    Die etwas kürzer geratene Riesin Laschami kann unser und Nataschas Gelächter überhaupt nicht verstehen, stemmt die für menschliche Frauen ungewöhnlich sechsfingrigen Fäuste entrüstet in ihre Seiten und läßt sich schmollend vom gleichgroßen Jack in die Arme nehmen. Also ich finde das alles sehr lustig. Diese Nephilim-Frauen sind so ganz anders als Russinnen.
    
    Urplötzlich hören wir im Lautsprecher die sich erregt überschlagende Stimme der brünetten Kaschia, meiner zweiten Frau und Beraterin vom Clan der Sternenwölfe: „Liebe Freunde...bitte kommt schnellstens mit einem Hyperraum-Transport zu Gilgameschs Thron...Unsere Schaita hat hier jemanden bei sich...aus der für alle gesperrten Schiffsregion, der uns uns ein Angebot machen will." Natascha reagiert augenblicklich, als Schakira zustimmt.
    
    Es ist nicht mein erster ...
    ... kribbeliger Hyperraum-Transport...aber es ist wie immer...wieder höchst irritierend für mich, wenn die bisherige Umgebung verschwimmt und man schon im nächsten Augenblick ganz woanders materialisiert. Kaschia begrüßt uns, als wir aus dem silbrig flimmernden Transportfeld treten. Die abgesetzte Königin Schaita macht einen sehr unterwürfigen Eindruck zu Füßen des völlig in tiefschwarze Tücher eingehüllten Wesens, daß besitzergreifend auf Gilgameschs Thron Platz genommen hat.
    
    Es fällt mir sofort auf, dass unter dem geheimnisvollen Wesen in den dunklen Tüchern die grünliche Kuscheldecke aktiviert ist und Gilgameschs Thron wirkt diesmal, als sei er wie aus Marmor. Auch erkenne ich sofort, dass ein energetischer Schutzschirm um den Thron und seinen Inhalt herum glitzert. „Da ist also endlich mal...diese versprochene Gruppe...einer ursprünglicheren Menschenart...", hören alle Anwesenden die Übersetzung in ihren Ohrhörern. „Liebster Wladimir, bitte glaub mir, er wird dir diesmal nichts tun wollen!" schmeichelt mir die splitterfasernackt vor dem vermeintlichen Gott kauernde Schaita.
    
    Der Kopf des geheimnisvollen Wesens neigt sich nun immer weiter vor und wir können alle durch die verrutschten Tücher seine sich langsam schließenden riesig dunklen Augen erkennen. „Ich glaube mein Gott ist eingeschlafen...bitte wartet einen Moment...wir dürfen ihn bloß nicht aufregen...sein Tod könnte unmittelbar bevorstehen und ohne ihn gibt es dann überhaupt keinen Zugang mehr in die für uns alle ...
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