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Villa Beachside
Datum: 30.04.2026, Kategorien: Partnertausch,
... unter ungewissen Vorzeichen stand. Peter und Anneli verließen das Gelände durch einen Personalausgang, stiegen unauffällig in ein Taxi Richtung Kiel. Julia schaute ihnen einen Moment nach, ehe sie sich mit Mart an den Tisch einer Imbissbude setzte und zwei Kaffee holte. Anneli saß neben Peter auf der Rückbank, die Hände auf dem Schoß gefaltet, doch ihr Herz klopfte wild. Peter! - seine Ausstrahlung, seine Autorität, selbst jetzt, da er sich in größter Alarmbereitschaft befand. Der Zug fuhr pünktlich ab. Peter hatte Plätze in der ersten Klasse gebucht. Die Sitze waren großzügig, das Abteil leer. Der Zug rollte durch Schleswig-Holstein. Anneli saß am Fenster, Peter gegenüber. Er wirkte angespannt, in Gedanken versunken. Sie wollte ihn nicht stören und so zog sie ihren Lesestoff aus der Tasche: William Shakespeare - Ein Sommernachtstraum. *** Julia und Mart verließen die Erprobungsstelle Richtung Villa Beachside. Sie hatten absichtlich einen kleinen Umweg über die Hafenpromenade genommen, um Zeit für einen unauffälligen Abgleich der Lage zu gewinnen. Es dauerte nicht lange, bis sich das beunruhigende Gefühl bestätigte. Ein schwarzer Kombi war ihnen offenbar seit dem Tor der Dienststelle gefolgt - mit diskretem Abstand, aber unübersehbar. Am kleinen Platz vor dem Hotel hatte sich ein Mann mit Baseballkappe postiert, der auffallend unauffällig auf seinem Smartphone tippte und ihnen gleichzeitig Blicke zuwarf. Im Foyer der Villa Beachside traten sie an die ...
... Rezeption, um die Zimmerschlüssel zu holen. Die junge Mitarbeiterin tippte kurz in den Computer, runzelte dann die Stirn. "Tut mir leid... es gibt nur einen Schlüssel." Julia hob die Brauen, doch Mart reagierte schneller. "Das ist richtig", sagte er mit ruhiger Stimme. "Es war nur die Idee, ob wir zwei Schlüssel für unser Zimmer bekommen könnten." Mart und Julia tauschten einen vielsagenden Blick. Offenbar hatte die Dienststelle vorgesorgt. Anneli und Mart waren aus dem System genommen worden. Julia beugte sich über den Tresen, nahm den Schlüssel, hakte sich mit einem charmanten Lächeln bei Mart unter und sagte: "Einer reicht ja wohl, nicht wahr, Liebling?" Bevor die Mitarbeiterin reagierte, zog Julia Mart zu sich heran und gab ihm ein Küsschen. Für einen Sekundenbruchteil war Mart überrascht, dann erwiderte er ihre Annäherung mit jener Souveränität, die man von einem Mann in Uniform erwarten konnte. Ein Lächeln huschte über Julias Lippen. "Tarnungsmanöver erfolgreich abgeschlossen", flüsterte sie. Im Zimmer wartete die nächste Überraschung: Ihre Taschen standen ordentlich an der Wand - keine Spur mehr von Annelis oder Peters Habseligkeiten. Mart trat mit Julia auf den Balkon und atmete einmal tief durch. "Was meinst du? Zeit für etwas Bewegung, damit der Kopf frei wird? Eine Runde Minigolf zur Abwechslung?" Julia verspürte durchaus Lust, etwas zu unternehmen. "Wir sehen aus wie in einem Werbespot für Beach-Resort-Mode," grinste Mart, während sie ...