1. Strahlen der Leidenschaft


    Datum: 06.06.2026, Kategorien: Schlampen

    ... wärst hier auch Stammgast, aber das habe ich ihm nicht recht geglaubt", sagte er. Ich musste grinsen, was er glücklicherweise als Lächeln wahrnahm. "
    
    Kein Wunder, ich wollte ja zuerst auch nicht glauben, dass Du es hier in der Bar mit einer Frau auf dem Billardtisch getrieben hast
    
    ", dachte ich und war froh, dass er meine Gedanken nicht lesen konnte und mein anzügliches Grinsen als huldvolles Lächeln wahrnahm. Vor meinem inneren Auge erschien das Bild von Lous Smartphone, auf dem er der Frau auf dem Billardtisch seinen Samen ins Gesicht gespritzt hatte. Rasch vertrieb ich das Bild wieder in die Ecke meiner Erinnerung, aus der es gekrochen war.
    
    Wir plauderten noch über meine Lesereise, unsere gemeinsame Stammkneipe und dass unsere Wege sich nicht schon früher gekreuzt hatten. Als unsere Getränke fast geleert waren fiel mir noch etwas ein, das Lou erwähnt hatte. "Ach ja, wolltest Du nicht, dass ich für Dich ein Buch signiere?", fragte ich ihn, "Zumindest hat Lou das behauptet", relativierte ich die Frage wieder. Paul grinste verschmitzt, als ob er verstanden hätte, dass Lou manchmal gerne ein wenig übertrieb. "Ja, das stimmt wirklich", sagte er, aber seine Mine verfinsterte sich. "Ich habe es aber nicht dabei, tut mir Leid", fuhr er fort, "Dann wird das wohl nichts mit einer signierten Erstausgabe von Dir", sagte er enttäuscht, aber ich lächelte.
    
    "Na, das ist doch kein Problem", erwiderte ich aufgeräumt. "Ich wohne ja hier in der Nähe, wenn Du Lust hast auf etwa ...
    ... zehn Minuten Spaziergang, dann kann ich Dir eins von den Exemplaren geben, die von den letzten Signierstunden übrig sind", bot ich ihm an und trank den letzten Schluck meines Drinks. "Na dann... worauf warten wir noch?", sagte er munter, ließ den letzten Rest in seinem Bierglas und winkte der Bedienung, um zu zahlen. Wir drängten uns durch die Menschen in der sich weiter füllenden Bar, Paul legte mir eine Hand auf den Rücken und dirigierte mich zur Tür. Kurz darauf waren wir auf dem Weg zu meinem Zuhause.
    
    Als wir die Bar verließen, umfing uns die warme Luft des Spätnachmittags. Paul ging entspannt, mit federnden Schritten neben mir her, während wir die ruhige Straße entlang spazierten. Allerdings hatte er nicht mit meiner Angewohnheit gerechnet, Wege zu Fuss in zügigem Tempo zurückzulegen. Nicht, dass er außer Atem geriet, aber als wir mein Haus fast erreicht hatten, hatte sein Gesicht eine frische rosige Farbe angenommen. "Na, Du legst aber ein ganz schönes Tempo vor", meinte er. "Meinst Du?", fragte ich überrascht, "Ich gehe immer so", antwortete ich. "Hm, ja, gehen würde ich das nicht mehr nennen", meinte er und wir bogen um eine Ecke und ich deutete auf eine kleine, aber elegante, moderne Villa. "Wir sind schon fast da. Hier wohne ich", sagte ich und führte ihn über den Vorplatz zur Eingangstür.
    
    Als ich den Schlüssel ins Schloss steckte, spürte ich seine Präsenz dicht hinter mir. Die Spannung zwischen uns war plötzlich fast greifbar. Rasch öffnete ich die Haustür und ...
«12...293031...45»