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Meine Ehefrau, das unbekannte Wesen
Datum: 18.06.2026, Kategorien: Verführung
... der Erinnerung. Sie setzten sich an einen Ecktisch. Die erste Stunde war gefüllt mit dem unkomplizierten Austausch von Erinnerungen an ihre Ausbildungszeit - alberne Streiche, stressige Prüfungen, unvergessene Mittagessen. Klaus' Emotionen: Die verborgene Hoffnung Klaus schätzte diese Frau immer noch tief. Sie war seine große, unvollendete Liebe, die er aus Pflichtgefühl verlassen musste. Sein Herz machte jedes Mal einen kleinen Sprung, wenn er ihre Hände sah oder ihr herzliches Lachen hörte. Klaus (innerer Monolog): Sie ist dieselbe. Die Frau, die ich damals lieben gelernt habe. Ich sehe das Funkeln in ihren Augen. Sie hat ein Leben, das mir gehört hätte. Er sah, wie Bahars Augen kurz leuchteten, wenn sie von den gemeinsamen Anekdoten erzählte. Diese Blicke waren für ihn besondere Blicke, die Blicke einer Frau, die ihn nicht vergessen hatte. Er interpretierte sie als ein Zeichen der fortbestehenden Verbundenheit, während sie für Bahar nur Ausdruck unbeschwerter Nostalgie waren. Als Bahar kurz auf die Toilette ging, ergriff Klaus die Gelegenheit, seine eigenen Fakten zu ordnen. Er hatte sich vor einem Jahr von seiner Frau scheiden lassen - eine bittere und einsame Erfahrung. Er erzählte Bahar nicht davon. Klaus (innerer Monolog): Nicht jetzt. Ich darf sie nicht erschrecken. Sie ist in einer Krise mit ihrem Mann, das hat sie mir am Telefon angedeutet. Das ist meine Chance. Wenn ich mich jetzt als Jäger zeige, verschwindet sie. Ich muss der stabile, unschuldige ...
... Freund sein. Aber ich werde diese Freundschaft wieder aufbauen. Ich werde sie wieder in mein Leben integrieren. Er empfand eine düstere Freude über Bahars Ehekrise. Er hoffte, dass Bülent der Sache nicht gewachsen war und dass Bahar, enttäuscht, Trost bei ihm suchen würde. Bahars Emotionen: Reine Freundschaft Für Bahar war das Treffen eine emotionale Reinigung. Es war ein Beweis, dass sie fähig war, intensive, ehrliche Freude zu empfinden, ohne dass diese auch nur im Entferntesten eine Bedrohung für ihre Liebe zu Bülent darstellte. Bahar (innerer Monolog): Er ist so lieb und vertraut. Es tut so gut, über diese unbeschwerte Zeit zu reden. Er war damals wichtig, aber die Gefühle sind... weg. Sie sind durch die tiefe, harte Liebe zu Bülent ersetzt worden. Ich fühle mich rein und ehrlich, weil ich weiß, dass dieser Kaffee nur der Beweis meiner Loyalität ist. Als das Gespräch auf seine berufliche Zukunft kam, erzählte Klaus von seinen Plänen, öfter nach Deutschland zu kommen. Klaus: "Ich werde wohl häufiger in Hamburg sein. Ich würde mich freuen, wenn wir unsere Freundschaft so weit wie möglich wieder aufleben lassen könnten. Ein Abendessen hier, ein Spaziergang dort..." Bahar zögerte nur einen Augenblick. Nicht, weil sie unsicher war, sondern weil sie an Bülents Vertrauen dachte. Die alte, fatale Gewohnheit, Dinge heimlich zu regeln, durfte sich nicht wieder einschleichen. Bahar: (Entschlossen) "Das würde ich auch sehr gerne, Klaus. Aber ich muss von Anfang an ...