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Lustvoller Mittelaltermarkt
Datum: 14.07.2026, Kategorien: Reif
... Leidenschaft und Wildheit, brünstig, laut und unersättlich. Nur bei dem Gedanken an seine animalische Gier richten sich ihre Nippelchen auf, ihr Mund wird trocken, dafür spürt sie untenrum umso mehr Hitze und Feuchtigkeit. „Milena, hallo, bist du noch da?" Saskia wedelt mit einer Hand vor den Augen ihrer Freundin herum. Diese wird rot und blickt erschrocken. „Äh, ja, klar. Was ist?" „Was los ist?" Verblüfft starrt Saskia die blondlockige Freundin an. „Du bist plötzlich stehen geblieben und hast wie vernagelt auf den Flyer gestarrt." „Wie genagelt", seufzt Milena, „ich hab mir vorgestellt, wie mich Markos nach seinem Auftritt..." „Ja, schon gut, behalt deine versauten Gedanken für dich. Lass uns zur Bühne gehen, vielleicht finde ich da Demian." Milena hat fast schon ein schlechtes Gewissen. Eigentlich sind sie ja nur wegen Demian hier und nun träumt sie vom Axtkämpfer Markos! Kein Wunder, dass Saskia nicht sonderlich gut gelaunt ist. Sie zumindest genießt allmählich das bunte Treiben. Der Geruch von offenen Feuern, all die unterschiedlichen Gewürze und der Duft von köstlichem Fleisch, dazu die vielfältigen Geräusche: Musik, Pferdegewieher, blökende Schafe, Gelächter und Gesang... es ist wie eine kleine Welt für sich. Fast bedauert sie, dass viele Menschen so wie sie in normaler Straßenkleidung herumlaufen. Es sieht nämlich wunderbar aus, wie die Frauen hochherrschaftlich mit ihren langen Gewändern umher schreiten, gefolgt von halb entblößten Männern, die ...
... ihre Sklaven oder Diener sind, wie sie aus den Reden erkennt. Auch die Sprache der Händler an den Ständen ist nicht wie auf einem normalen Markt. Selbst Milena mit ihrer normalen Kleidung wird mit 'Euer' und 'Ihr' angeredet. Da wird nicht von Euro gesprochen, sondern von Talern. Alles klingt herrlich schwülstig, als hätte sie sich in einem alten Buch verirrt! Vor der kleinen Bühne hat der Gesang schon angefangen. Mehrere Frauen tanzen mit bunten Tüchern herum, ein Mann singt eine Sprache, die irgendwie deutsch klingt, dann aber wieder nicht. Wahrscheinlich ist es mittelhochdeutsch oder so ähnlich. Milena erinnert sich, dass sie in der Schule Gedichte von Walther von der Vogelweide gelesen hat, die klangen auch so. Saskia schaut noch immer um sich, statt einfach zu genießen. Ihr ganzer Körper ist angespannt, weil sie so sehr hofft, Demian zu entdecken. Aber zwischen all den Menschen kann sie ihn nicht finden. Total enttäuscht verzieht sie das Gesicht. „Er ist nicht hier", sagt sie zu Milena. „Komm, lass uns weitergehen." „Ich möchte aber die Aufführung sehen", widerspricht die Freundin und schüttelt energisch den Kopf. Saskias dunkelbraune Augen blitzen ganz kurz zornig auf, dann seufzt sie und bleibt mit hängenden Schultern neben der strahlenden Freundin stehen. Eigentlich ist es ja dumm, wenn sie jetzt auf dem riesigen Platz herum hastet und nichts wirklich sieht. Am Ende fragt Demian noch, was sie am Besten gefunden hat, und sie kann ihm nicht antworten, weil sie ...