1. Besuch vom Briefträger 10


    Datum: 27.07.2026, Kategorien: Erstes Mal

    ... dieser Party habe ich Lilli kennengelernt, ein sehr hübsches Mädchen, das in einer ähnlichen Situation ist wie ich, eine unerfüllbare Liebe. Wir hatten uns ineinander verliebt.
    
    Ich hatte die ersten acht Wochen meines Militärdienstes fast überstanden, da rief am Abend Birgit an. Sie hatte zum Glück einen Abend erwischt, an dem ich keine Bereitschaft hatte und bis zehn Uhr abends zu Hause sein konnte. Wie immer hob meine Mutter ab und wie immer sagte sie: „Es ist die Birgit für dich."
    
    Und auch wie immer machte ich die Türen zum Vorzimmer zu, um wenigstens ein bisschen eine Privatsphäre zu haben. Leise sagte ich in den Hörer: „Hallo Schätzchen, wie schön dich zu hören. Du bist mir schon so sehr abgegangen."
    
    „Geht mir ja genauso, am Samstag übernachte ich in Wien bei meiner Freundin Irmi. Sie geht mit Gabi und weiteren Freunden tanzen. Wir sind den ganzen Abend völlig ungestört. Ich hoffe du hast Zeit."
    
    „Ja natürlich, so wie gesagt. Ich hatte letzte Woche Dienst. Ich freue mich wahnsinnig. Was ist mit Ernst, wo ist der."
    
    „Der ist wieder einmal mit seinen Kumpanen aus der Studentenverbindung unterwegs. Sie besuchen Freunde in Innsbruck, da droht keine Gefahr. Und wenn er nach Hause kommt nach so einer Sauftour, möchte ich ihn ohnehin nicht treffen."
    
    Wir besprachen noch, dass ich um sechs Uhr zu Irmi kommen soll, dass die drei Mädels was zum Essen und Trinken herrichten und dass wir ab acht Uhr abends völlig ungestört sein werden, zumindest bis zwei Uhr früh. Die ...
    ... nächsten Tage bis Samstag zogen sich endlos, noch dazu durften wir die Kaserne nicht verlassen. Erst Samstagmittag konnte ich nach Hause. Meinen Eltern sagte ich, dass ich mit Birgit gemeinsam zu einer Party nach Wien fahre und dort übernachten werde. „Ist sie jetzt deine Freundin oder nicht. Das ist so ein schlampiges Verhältnis, du triffst dich immer mit anderen Leuten. Ich kenne mich nicht aus."
    
    „Nein sie ist nicht meine Freundin, das ist nur Freundschaft."
    
    Den Begriff Freundschaft plus gab es damals noch nicht. Ich war natürlich zu früh von zu Hause aufgebrochen und wartete in einem Cafe bis es sechs Uhr war. Für Irmi hatte ich Blumen mitgebracht und für alle eine gute Flasche Wein. Irmis Wohnung lag in einer ruhigen Gegend in Wien mit schönen alten Häusern, mit vier Etagen. Ihre lag im dritten Stock ohne Lift, das war auch der Grund, weswegen ihre Oma ausgezogen war. Punkt sechs läutete ich bei der Gegensprechanlage, sofort ertönte das ersehnte Summen. Birgit dürfte schon beim Türöffner gewartet haben. Im Laufschritt eilte ich hinauf, Birgit stand schon in der offenen Wohnungstüre. „Endlich."
    
    Ohne ein weiteres Wort zu sagen, umarmten und küssten wir uns. Erst nach ein paar Minuten versicherten wir uns gegenseitig, wie sehr wir uns vermisst haben und wie sehr wir uns freuen, dass wir uns wiedersehen und ungestörte Zeit füreinander haben. Irmi und Gabi waren diskret genug uns im Vorzimmer ungestört begrüßen zu lassen. Dann gingen wir Hand in Hand ins Wohnzimmer, ...
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