1. Schach mit Andrea


    Datum: 17.09.2026, Kategorien: Reif

    ... mehr aus dem Sinn, auch wenn ich sie in meinem tiefsten Herzen nicht sehen will. Sie sind da, ich kann sie nicht verhindern.
    
    Andrea spielt wie immer, überlegt lange, und manchmal sehe ich ihre Zungenspitze, mit der sie sich über die Lippen leckt. Eine unbewusste Reaktion von ihr, wenn sie sich stark konzentriert. Als sie ein kleines Kind gewesen war, fand ich es niedlich. Doch jetzt hat es einen anderen Unterton.
    
    Ich schüttel meinen Kopf, um das Trugbild los zu werden und Andrea sieht mich erstaunt an.
    
    "Was ist? Habe ich was falsch gemacht?", will sie wissen, hat einen Zug gemacht und bezieht es darauf.
    
    "Nein, alles gut!", winkte ich ab, betrachte das Spielfeld, die neue Stellung, die sich aus Andreas Zug ergeben hat.
    
    "Hmmm, du stellst mich vor eine große Herausforderung!", sage ich zu ihr und sie lacht.
    
    "Ich bin älter und besser geworden, nicht nur im Schach!", antwortet sie und ihre Lippen verziehen sich zu einem hintergründigen Grinsen.
    
    "Glaube ich dir aufs Wort!", antworte ich ihr neutral. Lasse mir nichts anmerken, tue, als wenn ich die Zweideutigkeit nicht erkannt habe, sofern es überhaupt eine ist. Ich bin mir dabei nicht sicher, vielleicht gaukelt mir die Fantasie einfach etwas vor, was gar nicht da ist.
    
    Kaum gesagt, lasse ich mein Pferd springen, bringe damit Andreas Läufer in Bedrängnis. Entweder hat sie die Möglichkeit nicht vorhergesehen oder sie lockt mich absichtlich in eine Falle, die ich nicht erkenne.
    
    "Guter Zug!", meint sie und ...
    ... ich kann nicht heraushören, ob es ein Lob ist oder ironisch gemeint. Vielleicht höre ich auch nur Nachtigallen trapsen. Wenn man will, kann man überall was vermuten. Daher nehme ich es als Lob an, nicke ihr dankend zu.
    
    Ich habe etwas übersehen. Mit meinem Angriff habe ich ihr den Weg für ihren anderen Läufer freigemacht. Sofort lässt sie ihn weit in meine Verteidigung laufen, geschützt von ihrer Königin, die im Hintergrund lauert. Mein Turm ist gefährdet. Ziehe ich ihn nicht, verliere ich ihn, kann den Läufer von ihr nicht ohne großen Schaden nehmen. Ich müsste die Dame opfern, würde mich gleichzeitig selber in Schach bringen. Eine verzwickte Situation.
    
    Was die ganze Sache erschwert ist, dass Andrea sich vorbeugen muss, um ihre Figur auf meiner Seite das Spielbrettes zu platzieren. Das lenkt mich vom Denken ab, wie von selbst starrt mein Blick in den Ausschnitt, der mir vorkommt, als wenn er weiter aufklafft, als zuvor.
    
    "Ich frage mich gerade, was sie so zum Schwitzen bringt? Ist es das Spiel, dass sie verlieren könnten oder etwas anderes?", dring wie durch Watte in meine Ohren ein und ich brauche ein paar Sekunden, bis ihre Worte für mich einen Sinn ergeben.
    
    "Das Spiel, was denn sonst!", antworte ich und tue, als wenn ich ihre Frage nicht richtig verstanden habe.
    
    "Und warum schauen sie dann nicht auf das Brett?", möchte sie wissen, beugt sich dabei tiefer herunter als zuvor. Jetzt kann ich sehen, wie ihre festen Brüste frei an ihrem Oberkörper schwingen, der ...
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