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Nachbarn
Datum: 28.09.2026, Kategorien: Sonstige,
... Situation diplomatisch gelöst zu haben, ohne Hertas natürliche sexuelle Freiheit zu unterdrücken oder unnötige Spannungen zu erzeugen. Der Rest des Grillnachmittags verlief relativ unspektakulär. Das Essen schmeckte, die Kinder spielten friedlich, und auch zwischen Hermann und Herbert entspannte sich die Atmosphäre ein wenig, auch wenn die Unterschiede in ihren Charakteren und Weltanschauungen weiterhin spürbar blieben. Doch für diesen Nachmittag hatten die Freundschaft ihrer Frauen und die Notwendigkeit des friedlichen Miteinanders über die latenten Spannungen gesiegt. Als die Sonne langsam unterging und Herberts Familie sich verabschiedete, blieb bei Hannelore das leise Gefühl zurück, dass die Welten, in denen sie und Herta lebten, trotz ihrer tiefen Freundschaft, unüberbrückbar verschieden waren. Und Hermann dachte insgeheim noch eine Weile an den kurzzeitigen Anblick, der seine animalischen Bedürfnisse geweckt hatte. 2. Die Aufräumarbeiten nach dem Grillfest begannen. Herta und Hannelore werkten gemeinsam im Garten, räumten Geschirr zusammen und brachten Essensreste ins Haus. Herbert, ganz Gentleman, bot seine Hilfe an und sammelte leere Teller ein, während Hermann es sich bereits in einem bequemen Gartenstuhl gemütlich gemacht hatte, eine geöffnete Flasche Bier in der Hand. Die Kinder hatten sich ins Haus verzogen und vertrieben sich die Zeit mit Videospielen. Hermann beobachtete seinen Nachbarn, wie er emsig den Frauen zur Hand ging. Ein ...
... leichtes Stirnrunzeln zeichnete sich auf seinem wettergegerbten Gesicht ab. Er verstand diese übertriebene Hilfsbereitschaft nicht. "Herbert!", rief er schließlich, seine Stimme etwas lauter als nötig. "Lass die Weiber mal machen. Die kriegen das schon alleine hin. Komm her und setz dich." Herbert, der gerade einen Stapel Teller zum Haus tragen wollte, blieb zögernd stehen. Er wollte widersprechen, darauf hinweisen, dass es selbstverständlich sei, zu helfen, und dass er es gerne tat. Doch Hannelore, die Hermanns leicht genervten Tonfall bemerkt hatte, kam ihm zuvor. "Ach Herbert, lass gut sein", sagte sie mit einem leicht genervten Unterton, aber einem versöhnlichen Lächeln. "Mach jetzt keinen Stress. Wir schaffen den Rest schon. Geh dich lieber zu Hermann setzen." Auch Herta nickte zustimmend, obwohl sie Herberts hilfsbereite Art schätzte. Sie spürte die unterschwellige Spannung zwischen den beiden Männern und wollte eine Eskalation vermeiden. Herbert seufzte innerlich, fügte sich aber dem Wunsch der Frauen. Er stellte die Teller ab und ging widerwillig zu Hermann, der ihm bereits eine weitere Flasche Bier entgegenstreckte. Herbert nahm sie zwar entgegen, aber eigentlich hatte er keine große Lust darauf. Er trank selten viel Alkohol, und die stickige Nachmittagshitze hatte ihn ohnehin schon etwas müde gemacht. Doch um des Friedens willen öffnete er die Flasche und nahm einen zögerlichen Schluck. Die erste Zeit saßen die beiden schweigend nebeneinander. ...