1. Mission NEXUS-T


    Datum: 21.10.2026, Kategorien: Romantisch

    ... auseinandersetzen", hatte sie ihm einmal lachend gesagt. "Es gibt mehr da draußen, als du denkst." Und obwohl sie damit auf die Wissenschaft anspielte, wusste Mart, dass sie in gewisser Weise auch von ihm sprach. Es war ihre Leidenschaft, die ihn bewegte - die Art, wie sie über Planeten und Sterne sprach, als wären sie gute Bekannte.
    
    Es waren die kleinen Gesten, die ihn halb in den Notstand trieben - die flüchtigen Berührungen an seinem Arm, wenn sie lachte, oder die Art, wie sie ihm manchmal in die Augen sah, ohne ein Wort zu sagen.
    
    "Mart, du weißt, dass ich ein fester Befürworter der Naturgesetze bin...", hub Agnetha an, als sie den Anflug auf Titan einleitete. Sie sprach, um sich ein wenig von ihrer eigenen Anspannung abzulenken.
    
    Agnethas Stimme holte ihn zurück in die Gegenwart.
    
    "Mart?", sie sah ihn an, mit diesem gekräuselten Lächeln in den Mundwinkeln, als ob sie seine Gedanken lesen konnte. "Hörst du überhaupt zu?"
    
    "Natürlich", antwortete Mart reflexartig. "Aber ich ahne, du weißt, dass ich an unsere Zeit in Göteborg denken musste, mehr als an die Naturgesetze, denen unsere Landung unterworfen ist."
    
    Agnetha hob eine Augenbraue, doch ihr Lächeln vertiefte sich. "Es war eine gute Zeit, nicht wahr?", fragte sie leise, ihre Finger über die Kontrollkonsole gleitend.
    
    Mart nickte. "Eine sehr gute Zeit. Und weißt du was? Du hast mich damals ganz schön in deinen Bann gezogen - mehr, als du wahrscheinlich ahntest."
    
    "Vielleicht hab ich es geahnt, Mart. ...
    ... Ich bin froh, dass wir diese Reise zusammen machen", sagte sie.
    
    Die Landung verlief ohne Zwischenfälle, obwohl die dichte Atmosphäre der Sonde erheblichen Widerstand bot. Die Sicht war schlecht, ein sachter Schlag verriet, dass sie auf dem von Methanseen durchzogenen Boden aufgesetzt war. Die Crew atmete erleichtert auf. Eine Farbenpalette umfing sie, die von Kupfer- und Orangetönen dominiert wurde, während der Methanregen in feinen Tropfen gegen die Außenhülle des Schiffs klopfte. Sie waren ohne Unterstützung von außen, die dichte Atmosphäre des Saturntrabanten erlaubte keine Kommunikation mit dem Mutterschiff.
    
    "Raumanzüge an, es ist Zeit, Titan zu erkunden," verkündete Agnetha, während sie die notwendigen Schritte vor ihrem geistigen Auge durchging. Im unteren Teil der Sonde, sie waren aufrecht gelandet, sodass sich die Spitze des Ovals mit dem Cockpit nach oben erstreckte, befand sich die Luftschleuse, durch die die Astronauten aussteigen konnten. Sie bot genügend Platz, um sich in den schweren Raumanzügen zu bewegen. Ein robuster Übergangsbereich mit zwei Sicherheitstüren stellte sicher, dass keine Gase oder Partikel von Titan in das Innere eindringen konnten.
    
    Jeder wusste, dass dies einer der bewegtesten Momente seiner Karriere sein würde. Jintao flüsterte, als spräche sie mit dem Mond selbst: "Endlich können wir dich berühren, Titan." Sie konnte ihre Aufregung kaum verbergen, als sie die Luke öffnete und ehrfürchtig als erste die Oberfläche betrat. Ihre Schritte ...
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