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Die Tennisspielerin -Epilog(1/2)
Datum: 24.10.2026, Kategorien: Schamsituation
Zu viert saßen Marie, Mia, Noah und seine Stiefschwester Fatima am Flughafen, tranken Kaffee und warteten auf die restliche Reisegruppe. Alle hatten ihr Abitur in der Tasche. Marie war auf einem guten Weg in die Profikarriere. Es lief blendend für sie. Zwischen Leistungsdiagnostik und ihrem Training für die Profiliga hatte sie sich ein paar Tage freigenommen, um der Einladung von Anna nach Saudi-Arabien nachzukommen. Sie wohnte jetzt in einer WG mit anderen Sportlerinnen und konnte sich vollständig auf den Sport konzentrieren. Auch auf sozialen Netzwerken hatte sie mit Sport-Tipps einige Follower aufgebaut. Ihr Sponsoring Vertrag warf ebenfalls schon ein bisschen Geld ab. Mia hatte ein Stipendium für ein Marketing-Studium in den USA ergattert und arbeitete im Sommer ein bisschen in einem Café. Ihr Chef behandelte sie wie eine Idiotin, verlangte aber trotzdem andauernd unbezahlte Überstunden von ihr. Als sie die Einladung von Anna bekam, kündigte sie kurzerhand, weil ihr der Urlaub nicht genehmigt worden war. Auch Noah strebte eine Profikarriere an. Im Gegensatz zu Marie war er in seinem Internat geblieben. Der einzige Unterschied zu früher war, dass er keinen Unterricht mehr hatte und den ganzen Tag für sein Training nutzte. Im Schlepptau hatte er seine Stiefschwester. Sie hatte von der Reise gehört und sich kurzerhand angeschlossen. Genau wie ihr Stiefbruder war sie in ihren 19 Jahren noch nie auf der arabischen Halbinsel gewesen und wollte bei dieser ...
... Gelegenheit mehr über ihre Herkunft erfahren. Sie hatte die ersten Semesterferien in ihrem Politikwissenschaftsstudium und war die einzige Muslimin der Reisegruppe (wenn auch sehr liberal). Mit Noah hatte sie effektiv nur ein paar Jahre zusammengewohnt, bis er aufs Internat wechselte. Ihre Mutter kam mit Noahs Vater zusammen, nachdem dessen Mutter bei der Geburt ums Leben gekommen war. Wer ihr leiblicher Vater war, wusste sie nicht. Während sie sich gerade über all dies austauschten, kam Lea dazu. Sie hatte dem übermäßigen Leistungsdruck den Rücken gekehrt und würde bald in Deutschland Psychologie studieren. Im Gegensatz zur Internatszeit wirkte sie deutlich entspannter. Auch weil sie nach dem Abschluss zu ihren Eltern zog und jetzt Zeit hatte, sich in vielen neuen Hobbys auszuprobieren. Kurz nach ihr trafen Arthur und Tim ein. Beide waren zusammengezogen und lebten jetzt in Köln. Tim konnte sich wie Marie auf eine Profikarriere vorbereiten. Arthur konnte wegen seiner Dopinggeschichte keinen Fuß im Profisport fassen. Er hatte sich für ein Sportstudium eingeschrieben. Es verging einiges an Zeit. „Können wir eigentlich zu spät zum Boarding kommen?“, fragte Mia. Arthur schüttelte den Kopf: „Das ist ein Privatflug, den Anna bezahlt. Sie muss nur für die Zeit zahlen, in der der Flieger unbenutzt am Boden steht.“ Just in dem Moment tauchte Anna auf, stieß zu der Gruppe dazu und begrüßte alle überschwänglich. Da sie einen Privatflug nahmen, mussten sie weder bei der ...