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Jule - Teil 04
Datum: 27.10.2026, Kategorien: Erstes Mal
... „Unterhaltsam. Und inspirierend." Sie lehnte sich zurück, sah zum Eingang des Freibads. „Ich war übrigens nicht allein hier. Ich hab ein Date. Lars. Kennengelernt letzte Woche beim Volleyball. Ganz okay bisher -- süß, bisschen schüchtern, aber der Hintern ist kriminell gut." „Wo ist er?", fragte Jule. „Pinkeln. Dauert bei Jungs manchmal länger." Sie grinste. „Oder er braucht ne Pause vom Wasserglitschen. Wir haben uns ein bisschen rumgestrampelt vorhin..." „Dann bringt ihn doch rüber", sagte Jonas. „Genug Platz ist hier." Sophie sah ihn an, dann Jule, dann in den Himmel. „Warum eigentlich nicht? Wenn ihr mit uns beiden klarkommt, klappt's bestimmt auch zu viert." Sie stand auf. „Ich hol ihn. Keine Sorge, ich erklär ihm nicht alles." Wenige Minuten später kamen sie zurück -- Sophie voraus, barfüßig, mit Handtuch über der Schulter, Lars dahinter, braungebrannt, schmal gebaut, ein leicht nervöses Lächeln auf den Lippen. Seine Shorts saßen tief, die Haare nass, die Augen tasteten sich vorsichtig vor. „Das sind Jonas und Jule", sagte Sophie. „Die coolen Kids vom Rand der Legalität." „Hey", sagte Jule und winkte. Jonas nickte. Sie setzten sich zu viert. Ein paar erste Worte, ein paar Lacher, eine Runde Sonnencreme als Vorwand, um Haut zu berühren. Dann schlug Sophie vor: „Eine Runde schwimmen? Bevor uns der Hintern am Handtuch festklebt?" Sie gingen zu viert zum Becken. Jule rutschte als Erste ins Wasser, Jonas folgte, dann Sophie, ...
... schließlich Lars. Die erste Runde war brav -- dann begannen die Spritzer, die kurzen Tauchversuche, das Tauziehen unter der Oberfläche. Lachen hallte über das Wasser, ein paar Blicke wurden länger, ein bisschen näher rückten die Körper. Jonas und Lars klatschten sich irgendwann ab, Sophie und Jule zogen gemeinsam zur Leiter. Oben atmeten sie schwer, nass, aufgeladen, aber gelöst. Zurück auf der Wiese lagen alle auf den Rücken. Die Sonne trocknete ihre Haut, das Chlor glitzerte auf Bauch und Brust. „Ich hab Hunger", sagte Jule schließlich. „Oh ja", murmelte Sophie. „Ich könnte zehn Chicken Nuggets vernaschen. Oder ihn." Sie zeigte auf Lars, der grinsend die Arme hinter dem Kopf verschränkte. „Was essen gehen?", fragte Jonas. „Irgendwas Schnelles?" „Döner?", schlug Lars vor. „Bei dem auf der Ecke? Die mit der scharfen Soße?" „Unbedingt", sagte Jule. „Und danach vielleicht noch in die Bar? Ein, zwei Drinks? So lange wir noch halbwegs trocken sind?" Keiner widersprach. Sie begannen zu packen. Handtücher, Badesachen, nasse Haare, leuchtende Haut. Es war einer dieser Sommerabende, die noch nichts entschieden hatten -- aber alles konnten. Der Dönerladen auf der Ecke war wie immer voll genug, um anonym zu bleiben, aber leer genug, dass sie zu viert einen Tisch in der Ecke bekamen. Sie bestellten zweimal mit Scharf, einmal vegetarisch, einmal doppelt Fleisch -- und eine große Portion Pommes zum Teilen. Cola, Ayran, Fanta. Die Gespräche waren locker, die Blicke ...