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Schneewittchen begegnet Rübezahl – ein Märchen
Datum: 16.08.2026, Kategorien: Deine Geschichten Autor: Rübezahl
Er ist schon etwas in den reiferen Jahren und trägt einen grauen Vollbart unter lustigen Augen. Im Scherz nennt er sich „Rübezahl“. Und mit dem Namen soll es weiter gehen. Sehr oft führt sein Weg an einem Supermarkt vorbei. Soweit normal über viele Wochen und Monate. Bis zu dem Tag wo er an der Kasse eine fleißige Verkäuferin entdeckt. Aber nicht irgendeine – nein eine Besondere. Sie hat ein hübsches Angesicht und lange pechschwarze Haare. Es stehen viele Leute an der Kasse und sie hat gut zu tun. Sehr flink erledigt sie ihre Aufgaben. Rübezahl beobachtet sie während des Wartens eine Weile und denkt: „so stelle ich mir Schneewittchen vor.“ Mit einem Lächeln grüßt sie ihn. Alles dauert nur wenige Augenblicke. Vorbei. Doch ihr Bild hat er sich eingeprägt. In den nächsten Wochen sieht er sie ab und zu – lächeln ein paar nette Worte – mehr nicht. Einmal ist Schneewittchen sehr schwungvoll bei der Arbeit. Da rutscht es Rübezahl raus: „Ist die Dame immer so temperamentvoll?“ sagt er halblaut. Einige Kunden lächeln. Als er eines Tages Schneewittchen ohne andere Kunden antrifft fragt er sie: „Darf ich sie zum Feierabend auf einen Kaffee einladen?“ Natürlich rechnet er mit einer knallharten Absage. Doch sie lacht und meint „gerne! Morgen würde es mir besser passen.“ Sie verabreden sich für den nächsten Tag. Als sie Feierabend hat holt der ältere Herr die junge Dame ab. Sie gehen in ein nahes Cafè und er rückt ihr den Stuhl zurecht. Dann beginnen sie zu plaudern. Sie meint: „ich habe ...
... gehört wie sie mich vor Wochen als Schneewittchen bezeichnet haben. Es hat mir sehr gefallen. So hat mich noch niemand genannt.“ Er: „das habe ich doch nur für mich gedacht. Wieso wissen sie das?“ „Das verrate ich heute nicht! Wer weiß? Aber ich habe mich immer gefreut, sie wieder zu sehen.“ Darauf Rübezahl: „Mir geht es ebenso. Dabei könnten sie meine Tochter oder Enkelin sein. Ich weiß nicht warum. Aber ich würde sie gern wiedersehen.“ Sie tauschen die Telefonnummern und die Mailadressen aus. Beim Aufbruch meint sie: „wollen wir nicht lieber DU sagen? Ich finde das nicht so distanziert.“ „Ich habe es nicht gewagt das DU anzubieten. Aber gern. Ich bin der …..“ „Ich die …“ Sie lachen und verabschieden sich. Wieder allein denken beide nach. Rübezahl: „Was habe ich mir erlaubt dieses junge bezaubernde Geschöpf einzuladen? Wo soll das hin führen? Ich habe mich wie ein junger balzender Hahn aufgeführt. Was denkt sie jetzt von mir? Ob mehr daraus wird? Verweigern? Nein!“ Und Schneewittchen? „Was für ein netter älterer gebildeter und höflicher Herr. Keine Anzüglichkeiten wie die jungen Angeber, die nur in die Kiste wollen. Nein ich möchte diesen Typen nicht mehr beim Druckabbau helfen. Seine Worte tun mir so gut. Ob er schon viele Frauen hatte? Ob er noch ausdauernd ist? Bei dem Gedanken daran werde ich feucht. Wo soll das hin führen?“ Heute kann sie erst einschlafen nachdem die Finger das Schatzkästchen verwöhnt haben bis sie gekommen ist. Gekommen bei den Gedanken an Rübezahl. ...