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Alibert
Datum: 31.05.2021, Kategorien: Nicht festgelegt,
... alleine. "Hätte ich gewusst..." "Was? Dass Handwerk nicht nur goldenen Boden hat?" Karin kuschelte sich an ihren Cousin. Irgendwann durchquerte der Bus ein Rolltor, und die Blaulichter wurden vom Rasseln ausgeschlossen. Schwarz fragte, wer am dringendsten auf die Toilette musste und bat dann alle aus dem Fahrzeug. Unser Heldenpärchen fühlte entsprechenden Druck, und wurde ohne Handschellen auf die Bedürfnisanstalt gelassen. Als sich alle erleichtert hatten, wurden die Pärchen aufgeteilt und an einem Tisch mit den Füßen an Stahlrohrstühle gefesselt. Dort fanden sich belegte Brote und Getränke. Während die Geiseln sich stärkten verschwanden die Gauner unauffällig aus ihrem Blickfeld. Wie sich später herausstellte, gab es einen Fluchttunnel durch den sie entkamen. Ihre Abwesenheit fiel erst auf, als jemand anderes zur Toilette wollte. Albert konnte die Fußfesseln mit einer hinterlassenen Büroklammer öffnen und die Polizeikräfte einlassen. Die Zeugenaussagen stimmten überein, dass alle sieben höflich waren, und keine Gesichter erkennbar. Die erotischen Eskapaden wurden stillschweigend ausgelassen, für das 'Privatabteil' wurde keine nähere Begründung gegeben. Da sich keine Fingerabdrücke fanden auch kein Schuss abgegeben wurde, verlief die Fahndung im Sande. Dass Karin von dieser ...
... Episode schwanger wurde, konnte schon Ironie des Schicksals genannt werden. Insbesondere, da es Zwillinge waren, die sie behalten wollte. ("Es ist dein Körper, Karin, ich rede dir da nicht rein. Aber die Chance, von Verbrechern Alimente zu bekommen sind doch eher gering." - "Zumal keiner davon wirklich Vater wird.") Dass sie die beiden Jungs Ali und Bert nennen wollte, fand Albert schon eher geschmacklos. ("Es ist eine Sache, mich so zu nennen. Aber es dann so zu verewigen? Nicht mit mir!" -rausgestreckte Zunge "Wie willst du mich davon abhalten?") Also beriet sich Albert mit den entsprechenden Eltern. Der Vorteil einer grossen Familie ist, dass schnell ein romantisches Essen ohne störende Kellner oder fremde Gäste arrangiert werden kann. Und dass irgendwo garantiert ein ungenutzter Ring eine neue Hand sucht. Nach Salat, Rouladen mit Herzoginkartoffeln und Eis mit heißen Kirschen bei Kerzenschein präsentierte Albert also Karin ein Schmuckkästchen. "Karin? Willst du..." "Ja?" "...in Zukunft..." "Ja?!?" "...die Namensfindung unserer Kinder gemeinsam angehen?" Karin bekam einen Lachanfall. Und ließ sich im Bett von anderen Namen überzeugen. -- Ich hoffe, die Lektüre hat gefallen. Lob und Kritik in den Kommentaren wird gerne gelesen, und eine Sternewertung schadet auch nicht.