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Das Internat
Datum: 03.07.2021, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
[Vorweg: Fiktion. Zwang, Gewalt, geistige Beeinflussung, BDSM, LG. Alle Personen sind über 18. Die Geschichte ist aus der Anime/Manga-Welt inspiriert.] Heute soll es an Land gehen. Die lange Seereise tut mir nicht gut, ich hasse dieses ständige auf und ab. Aber der Kapitän meint, die Insel sollte jedem Moment am Horizont auftauchen. Eigentlich sollte ich froh sein, dass ich den Job bekommen habe. Gerade fertig mit dem Studium schon eine feste Anstellung als Lehrer zu bekommen, ist nicht einfach. Nur im Moment schlägt mein Magen einfach auf das Gemüt und so kann ich mich nicht wirklich freuen. Aber es war eh Zufall, dass ich mich überhaupt auf die Stelle beworben habe. Zumal es keine wirkliche Bewerbung war. Cathrine, eine Kommilitonin von mir, hatte eine super Stelle bekommen - kein Wunder, sie hat jede Menge Vitamin B, reiche Eltern mit 1A Beziehungen in allen Bereichen, schob mir eine zweite Stelle zu. Sie meinte, das wäre da echt toll, da sie dort eine schöne Schulzeit verbracht hätte. Sie wollte aber nun doch was anderes sehen, darum fände sie, ich, als einer ihrer WG-Mitbewohner, kann mich da ja melden. Ich muss zugeben, ein wenig Faulheit war dabei, gepaart mit den Aussichten auf ein gutes Gehalt, was als frischer Lehrer nicht selbstverständlich ist. Also versuchte ich erst einmal herauszufinden, um was für eine Einrichtung es sich da handelt. Eine Recherche im Internet ergab... nicht. Das war schon sehr verwunderlich. In dem Anschreiben befand sich zumindest ...
... eine Adresse und ein kleines Prospekt. "Internat für ganzheitliche Erziehung der Insel Skyth" Wir erziehen ihre Töchter zu den Wesenheiten, die sie befähigen, sich in allen Situationen des Lebens richtig zu Verhalten und zu benehmen. Das abgeschiedene Anwesen ermöglicht das hochkonzentrierte Arbeiten und die Fokussierung auf das Wesentliche, ohne andere Bereiche auszusparen. Strenge und Förderung gewünschter Eigenschaften prägt die Ausbildung. Ein Mädcheninternat also, für Eltern, die auf die Gefolgschaft und Pflichterfüllung achteten. Vermutlich wollten sie Cathrine auch, weil sie eine Frau ist. Aber das Risiko wollte ich eingehen. Es war nicht einfach, eine Bootstour zu der Insel zu bekommen. Es fuhren nur zwei Boote im Jahr! Hätte ich es verpasst, wäre wohl der ganze Job flöten gegangen. Die See ist rau und das Boot muss sich durch die Brandung kämpfen, ehe es in eine kleine Bucht einfahren kann. Ein verlassener Bootssteg ist unser Ziel und der Kapitän lässt seinen Matrosen das Boot festmachen. Schnell wechselt mein Koffer vom Boot auf den Steg, schaue zum Strand. Die Seeleute laden noch weiter Kisten aus. Sie werden bald wieder losmüssen, da sie sonst bei Ebbe hier sitzen bleiben würden. Oben, ein paar hundert Meter entfernt, thront auf einer Klippe ein alter Leuchtturm. Vermutlich nicht mehr in Betrieb, heutzutage hat die GPS-Navigation solche Leuchtfeuer obsolet gemacht. Meine Augen schweifen wieder nach unten, über den steinigen Strand. Am Ende scheint ...