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Polyamorie 04 - Kapitel 01+02
Datum: 29.07.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane,
... Schrittes zu Lena und Marie. Yasi nutzte die Gelegenheit, um ihren Mantel zur Seite zu ziehen und mir ihre Brust zu zeigen. Erfreut schaute ich hin und spürte im nächsten Moment ihre Lippen auf meinen. Dann verdeckte sie ihre Brust wieder. „Auch wenn Julia gestorben ist, glaube ich, sie steht hier irgendwo in der Ecke und amüsiert sich über Lisa und den Anfall von Spießigkeit. Julia war kein Kind von Traurigkeit und ich glaube, sie war auch nicht religiös. Wir werden sicherlich alle den Anstand in der Öffentlichkeit wahren, aber in unseren vier Wänden, werden wir ihrer durch Sex und Erotik gedenken. Schließlich war sie eine Domina und damit Erotik pur." „Yasi, das hört sich schön an, wie du das sagst, aber wir sollten auch jeden respektieren, der anders trauern, oder an sie denken will. Lass sie machen. Wir müssen es nur nicht zu bunt treiben. Auch in der Trauerzeit ist ein bisschen Liebe bestimmt nicht verboten." Sie beugte sich für einen Kuss zu mir und stütze sich dabei mit der Hand auf meinen Penis ab. Ihre Absicht wurde klar, als sie ihn leicht knetete und mir ihre Zunge in den Mund schob. Meine Schmusekatze war wieder mal rollig. Wir verbrachten den Tag damit, den Abflug für Lena und Lisa vorzubereiten. Ich instruierte beide mit den wichtigsten Dingen, die sie in Hannover erledigen sollten. Gegen Nachmittag fuhren wir zur Gerichtsmedizin. Es wunderte mich nicht, dass Julia dort lag. Nach einem Gewaltverbrechen musste sie untersucht werden, damit vor ...
... Gericht Fakten gegen den Mörder verwendet werden konnten. Der Besuch in der Gerichtsmedizin hatte uns alle sehr mitgenommen. Am schlimmsten war es für Marie, die erneut vor einem Nervenzusammenbruch stand. Sie heulte und klammerte sich an Julia, als wir diese noch einmal sehen dürften. Ich wollte es ihr ausreden, doch Lisa stand ihr bei und meinte, sie hätte ihre Mutter damals auch gerne nochmal gesehen, um sie um Verzeihung zu bitten. Damit nahm sie mir den Wind aus den Segeln, ich ließ Marie zu Julia gehen. Es war ein Fehler. Hinterher war sie wieder so apathisch wie direkt nach deren Tod am Vorabend. Wir fuhren mit der vom Hotel bereitgestellten Limousine, doch Spaß hatten wir dabei keinen mehr. Jeder dachte ungewollt an die letzte Fahrt in so einem Auto, zu unserer Hochzeitszeremonie, mit Julia zusammen. Merkwürdigerweise ließen wir genau den Platz frei, auf dem Julia gesessen hatte. Alle schauten verkrampft aus dem Fenster oder jemand anderen an. Nur Marie nicht, sie hatte ihren Blick starr auf den freien Platz gerichtet. Als wir wieder in die Suite kamen, dachte ich, es ginge schon wieder los. Marie verschwand in dem Zweibettzimmer. Ich lief sofort hinter ihr her. „Marie?", sprach ich sie an. „Ich will schlafen. Mein Kopf brummt. Keine Angst, ich mache keinen Blödsinn mehr. Ich will nur alleine sein." Sie legte sich angezogen ins Bett und zog die Decke drüber. Sie hatte sich schon auf die Seite gedreht und ihre Kopfhörer drin. Ich ging zu ihr und gab ihr einen ...