1. Polyamorie 04 - Kapitel 01+02


    Datum: 29.07.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... Schoß abwenden konnte. Resignierend legte sie den Kopf schief und breitete den Mantel aus. Mit beiden Händen hielt sie ihn auseinander. Ihre nackte Schönheit, die spitzen Brüste, der dunkle Teint ihrer Haut, der noch immer flache Bauch und ihr seidig weich aussehender Venushügel, ließen mein Herz schneller schlagen. Lisa neben mir bemerkte es und kniff mich in den Arm.
    
    „AUA!", protestierte ich.
    
    „Du solltest dich schämen. Julia ist erst seit ein paar Stunden tot und du denkst ans Ficken."
    
    Rasch schlug Yasi den Mantel zu und knotete den Gürtel darüber, damit ich der Versuchung nicht länger ausgesetzt war. Ich blickte auf meinen Teller und stocherte in den Eiern. Lisa hatte recht, ich war ein pietätloses Schwein. Wie konnte man in so einer Situation, so kurz nach dem Mord an unserer Geliebten, an Sex denken? Als Sonja, Alex und Tina den Unfall hatten, kreisten meine Gedanken auch nicht um Sex mit Lisa und Lena. Warum war es damals anders?
    
    Ich hatte ziemlich viel um die Ohren und kam nicht auf erotische Gedanken. Hier und jetzt war es anders. Ich war umgeben von nackten oder halb nackten Frauen, mit denen ich, im Normalfall, nicht aus dem Bett kommen würde. Doch das konnte so nicht weitergehen. Ich brauchte einfach etwas zu tun. Da fiel mir der Zettel von Leon wieder ein. Ich stand auf und wählte seine Nummer.
    
    Leon meldete sich und klang sehr munter. Ich hatte ihn also nicht geweckt. Nach Worten suchend, erklärte ich ihm, was passiert war und dass ich mich für ...
    ... seine angebotene Hilfe bedanken wollte. Er erzählte mir von seinem Gespräch mit dem Manager. Dieser wollte zunächst auf die Räumung der Suite bestehen, doch Leon habe ihm von unserem Verbleib überzeugt, indem er angedroht hatte, das Hotel zu kaufen und ihn zu ersetzen. Von da an war alles eine Selbstverständlichkeit. Wenn ich irgendwie Hilfe benötigte, bräuchte ich nur anrufen. Zum Abschied dankte ich ihm nochmal und er sprach uns sein Mitgefühl aus.
    
    Yasi und Lisa hatten das Telefonat mit angehört. Sie waren sprachlos von der unverhofften Hilfe meines früheren Geschäftspartners. Sie meinten, wir sollten ihn zu uns nach Deutschland einladen. Ich zweifelte daran, dass es eine gute Idee sei, seine Frau noch eifersüchtiger zu machen und alleine würde sie ihn nicht zu uns fliegen lassen. Es käme höchstens eine geschäftliche Reise infrage. Doch die war nicht in Sicht.
    
    Lena und Marie liefen unbekleidet durch den Flur, sie wollten sich zu uns an den Tisch setzen. „Zieht euch bitte an. Papa wird dadurch nur geil und vom Wesentlichen abgelenkt", kommandierte Lisa und zeigte mit dem Finger in die Richtung, aus der sie gerade gekommen waren. Als Lena und Marie mit erschrockenem Gesicht abrupt stehen blieben und sprachlos kehrtmachten, kicherte Yasi hinter vorgehaltener Hand.
    
    Lisa war es ernst damit. Zur Verdeutlichung schlug sie mit der flachen Hand auf Yasis Arm, was diese mit einem weiteren Kichern quittierte. Lisa stand auf und räumte die Teller ab, dann ging sie energischen ...
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