1. Die Babysitterin


    Datum: 30.07.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... ihr?"
    
    „Nein. Ich prahle nur damit, dass ich einen Kerl habe, der immer bereit ist, mich zu... ähm... stimulieren. Und außerdem errege ich einfach nur die Gemüter."
    
    Nach einigen Minuten endete das Fingerspiel, ich trocknete mich mit einem Taschentuch und ging mit Johanna zum Appartement zurück.
    
    Zwei Tage später dauerte das Zubettgehen von Johanna besonders lange. Als sie endlich einschlafen konnte, war es bereits nach 21 Uhr. Ich ging auf die Terrasse, von wo ich leises Gelächter hörte. Dort plauderten Lene und ebendiese Mutter vom Matsch-Sandkasten...
    
    Ich setzte mich zu ihnen. Die Stimmung war locker und leicht beschwipst, sie unterhielten sich nicht über Kinder, Erziehung oder Spielzeug, wie das sonst fast alle Eltern taten, sondern über das leichte Leben vor der Zeitrechnung von Kindern. Lene konnte gut mithalten und hatte lässige Sprüche drauf. Ob die „Mutter" -- die übrigens Kerstin hieß -- wusste, wie alt Lene wirklich war? Mit ihren hellblauen Augen hatte sie auf jeden Fall einen Blick, der stach. Lange, glatte Haare, ungefähr dunkelblond. Figur durchschnittlich, vielleicht etwas größere Brüste. Aber worum ging es hier? Warum saß sie bei uns? Ach ja, ihr Blick. Der traf Lene und mich ziemlich oft. Waren das nur ihre Augenbraue, die so speziell geformt waren, oder war da Sehnsucht und Gier in ihren Augen?
    
    Ich sagte wenig und beobachtete sie. Es wurde fröhlich geplappert, irgendwann ging es um Kleidung (oder etwas Ähnliches, so genau hatte ich nicht ...
    ... zugehört). Doch die darauffolgende Frage bzw. Antwort ließen mich sofort aufhorchen.
    
    „Du bist nicht so groß, nicht wahr? Nimm mir das nicht übel, hihi, darf ich fragen, wie groß du bist?"
    
    „1,60... meistens."
    
    „Wie meistens?", blickte Kerstin unverständlich.
    
    „Wenn ich ihn sehr lieb habe...", schielte Lene zu mir herüber. „... dann bin ich nur 1,10."
    
    Prompt verschluckte sich Kerstin am Wein und brauchte einige Sekunden, um wieder Luft zu bekommen. Der Gag war nicht neu, aber diesen in so einer Situation zu benutzen, war gewagt.
    
    Als sich Kerstin erholte, schaute sie uns beide abwechselnd an: „Zwischen euch sprüht es nur so vor Erotik. Wenn ich mir vorstelle, wie ihr beide... Huch! Da würde ich am liebsten mitmachen!"
    
    Lene schlagfertig: „Dann komm!"
    
    Alle erstarrten.
    
    Nach Sekunden des Schweigens machte Kerstin schließlich einen Rückzieher: „Ich muss gleich zurück. Habe meinem Mann eigentlich gesagt, dass ich nur für eine halbe Stunde weg bin. Jetzt sind es schon fast zwei."
    
    Sie stand auf, ging drei Schritte in Richtung Wiese, blieb stehen und drehte sich zu uns um. Hätten wir sie noch einmal versucht zu überreden, sie wäre mit uns in die Kiste gehüpft. Doch Lene lächelte nur, sagte nichts, ich ebenso. Schließlich ging Kerstin weiter und verschwand um die Ecke.
    
    Ich nahm einen großen Schluck vom Wein und stellte Lene zur Rede: „Mein liebes Fräulein, was war das gerade eben?"
    
    Sie grinste verlegen: „Ein Spiel. Nur ein Spiel. Ich muss doch mal die Grenzen ...
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