1. Hähnchenfleisch


    Datum: 21.09.2021, Kategorien: Betagt,

    Ich las den Speiseplan für die kommende Woche, als ich zwei Frauenstimmen in der dahinterliegenden Küche hörte.
    
    Ich hatte den Eindruck, dass die Frauen noch recht jung waren und sie sprachen leise, dabei konnten sie mich hinter der Tafel nicht sehen.
    
    „Das muss ich dir erzählen" sagte die eine leise.
    
    „Was" fragte die andere zurück.
    
    „Gestern im Lehrlingswohnheim hatte mein Freund Robert nach dem Duschen sein Shampoo vergessen und ist dann noch einmal nach 22:00 Uhr in die Dusche gegangen und hat sein Haarwaschmittel geholt. Da hat der schüchterne Erik aus dem zweiten Lehrjahr sich gerade nach dem Duschen abgetrocknet. Du weißt ja, er wäscht sich immer erst spät, wenn niemand mehr da ist."
    
    „Ja, und" fragte die andere.
    
    „Robert meinte, er wüsste jetzt warum Erik immer erst spät duscht. Ich kenne meinen Freund jetzt schon fast zwei Jahre, aber da war er schon etwas fertig mit der Welt."
    
    „Mach es nicht so spannend, was ist mit dem schüchternen Erik" fragte lachend die Andere.
    
    „Robert meinte, man könnte als Mann schon neidisch werden, Erik hat einen Schwanz wie ein Pferd."
    
    „Naja, er sieht aber nicht so aus, als könne er damit etwas anfangen und unter uns gesagt, der ist doch noch Jungfrau."
    
    Dann waren die beiden wieder verschwunden.
    
    Um der ganzen Story etwas Würze zu geben, muss ich ein paar Worte vorher über mich verlieren.
    
    Trotz meinen erst zweiundsechzig Jahren lebe ich in einer Seniorenresidenz, der sagen wir einmal, gehobenen ...
    ... Ausstattung.
    
    Ich lebe in einer von vier Penthaus Wohnungen und was keiner, außer meiner Freundin Sabine weiß, mir gehört auch die gesamte Anlage. Sabine fungiert als Verwaltungsdirektorin und bewohnt die Penthaus Wohnung neben mir. Ich hatte noch von meinem verstorbenen Mann Hotelbeteiligungen und Aktienpakete in der weltweiten Industrie geerbt, finanziell war ich Überversorgt.
    
    Ich kam aus einer begüterten Familie mit großem Grundbesitz vom Land und lernte einen Sprössling aus einer industriellen Familie kennen. Wir waren damals beide noch sehr jung und heirateten auch schon nach einem Jahr. Mein verstorbener Mann Richard und ich führten später hinter verschlossenen Türen eine offene Beziehung. Wir kannten einige Paare in unserem Alter und in ähnlichen Positionen, wo jeder miteinander seinen Spaß hatte. Dadurch wurde ich auch mit Sabine bekannt. Durch sie lernte ich die Spielarten von Frauen untereinander kennen, was ich nach einer gewissen kurzen Eingewöhnungszeit auch sehr reizvoll fand. Beruflich verschlug es uns für drei Jahre nach Singapur, leider brach im Laufe der Zeit, der Kontakt zu unseren Swingerfreunden ab. Kinder hatten wir leider keine bekommen und Richard starb vor acht Jahren plötzlich an einem Herzinfarkt, was bei seinem Arbeitspensum kein Wunder war.
    
    Kurz nachdem ich in Deutschland zurück war, traf ich durch Zufall Sabine in einem Café` in unserer Heimatstadt. Wir lagen uns gleich in den Armen und eine Stunde später breibeinig in neunundsechziger Stellung nackt im ...
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