1. Hähnchenfleisch


    Datum: 21.09.2021, Kategorien: Betagt,

    ... unterstützt."
    
    „Das mache ich gern Helga, dafür muss du mir kein Geld geben, wann soll ich dir helfen, da müsste ich auch auf meinen Dienstplan nachsehen, ob ich nicht arbeiten muss."
    
    „Wann hast du denn frei und könntest mich unterstützen."
    
    Nach kurzen überlegen antwortete er „Sonntag habe ich frei und Montag, da kann ich dir an beiden Tagen helfen."
    
    Ich antwortete „Du musst nicht deinen freien Sonntag für mich opfern, das muss nicht sein."
    
    „Ich sitze meist nur an meinen freien Tagen im Wohnheim und lese, da ist es mit Recht, wenn ich dir helfen kann."
    
    Ich freute mich und gab ihm die Adresse von meinem Haus, wo auch das Büro untergebracht war. Es waren nur zehn Minuten Fußweg und wir vereinbarten eine Uhrzeit am Vormittag.
    
    Samstag kaufte ich noch ein Notebook und ließ von Sabine das Gerät mit einem Eigentumsvermerk auf die Firma versehen.
    
    Ich war schon vor der vereinbarten Zeit vor Ort und hatte Getränke und einige Snacks mitgenommen.
    
    Pünktlich kam Erik an. Wir begrüßten uns und er schaute sich um.
    
    Ich bat ihn herein, dabei unterhielten wir uns über belanglose Sachen.
    
    Im Büro zeigte ich ihm mehrere Stapel Ordner. Ich erklärte ihm, wie er sortieren muss.
    
    Er nahm Platz und legte gleich los. Nach zirka fünfzehn Minuten fragte er mich „Helga, kann ich dich etwas fragen?"
    
    „Alles was du willst, was hast du auf dem Herzen Erik?"
    
    Etwas ungläubig sah er über die Akten und fragte mich „Kann es sein, dass die Seniorenresidenz dir gehört?"
    
    Na, ...
    ... auf den Kopf war er nicht gefallen, ich hatte gehofft, dass er das nicht entdeckt.
    
    „Ja" sagte ich und grinste ihn verschmitzt an.
    
    Nach drei Stunden hatten wir schon einiges geschafft. Wir machten eine Pause, Erik verputzte einen Großteil der Snacks. Nach drei weiteren Stunden hatten wir weit über die Hälfte geschafft. Ich sagte zu ihm „Erik lass uns morgen weitermachen. Ich hatte dir doch letztes gesagt, dass ich mich um einen PC für dich kümmern will, warte einmal kurz hier."
    
    Ich ging zum Auto und holte das Notebook aus dem Kofferraum, ging wieder hinein und hielt es ihm hin.
    
    „Für dich, aber morgen müssen wir gemeinsam noch den Rest erledigen."
    
    Er bekam den Mund nicht zu vor Staunen. Ich erklärte ihm das mit dem Eigentumsvermerk, damit niemand auf die Idee kommt, er könne das Gerät mitnehmen und zu Geld machen.
    
    Erik war vollkommen von den Socken vor Glück und umarmte mich spontan. Das ich dabei meine Möpse an seine Brust drückte, blieb dabei natürlich nicht aus.
    
    Er schaute sich die Verpackung an und konnte sein Glück immer noch nicht fassen.
    
    Er setzte sich wieder auf seinen Bürostuhl und wurde nachdenklich.
    
    „Was ist Erik, gefällt es dir nicht" fragte ich?
    
    Dann fing er an zu erzählen, über sein familiäres Dilemma, seine Mutter, die ihre Süchte zum Teil über sein Lehrlingsgeld finanziert und sich so gut wie nicht um ihn kümmerte.
    
    Sein einziger Familienangehöriger, war sein Stiefbruder, den er sehr mochte. Leider lebte dieser mit seiner Familie ...
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