1. Seltsame Tage #03


    Datum: 09.03.2022, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... folgen. Irgendwie kann ich heute kaum einen anderen Gedanken fassen. In meinem Kopf dreht sich alles um Sex und darum, wie es wohl sein wird und ob das irgendwas bei mir ändert.
    
    Soll ich ihn vielleicht in der Tiefgarage verführen?
    
    Nein, da sind ja überall Kameras.
    
    Oder auf dem Weg zum Kunden in einer Seitenstraße?
    
    Oder wir halten auf dem Weg zurück bei mir?
    
    „Hast du Lust, nach dem Termin die Mittagspause bei mir in der Gartenlaube zu verbringen? Liegt eh auf dem Weg und ein kleiner Imbiss ist auch auf dem Weg dorthin."
    
    Okay, denke ich mir. Das passt ja wunderbar für mein Vorhaben. Ich nicke und steige ins Auto, nachdem ich die Pappröhren auf den Rücksitz geworfen habe. Skippy fährt in seinem langsamen Tempo, wie ich es vom Vortag gewohnt war.
    
    Beim Kunden ist es ziemlich öde und unspektakulär. Also eigentlich wie bei den meisten Kunden, denen man Pläne überbringt. Der Bauleiter vor Ort schaut über die Pläne und kritzelt etwas drauf rum. Dann macht er Fotos mit dem Handy und meint, er würde die Änderungen per Mail rüber senden. Wir verabschieden uns und fahren wieder los.
    
    Nach einigen Minuten halten wir an dem Imbiss von dem Skippy erzählte. Ich frage, ob er mir einen kleinen Salat und eine Portion Pommes mit Majo mitbringt, da ich gerne im Auto warten würde. Er stimmt zu und lässt mich zurück.
    
    Schnell zieh ich mir wieder meinen String aus, bevor er zurück kommt. So einfach ist das gar nicht, im Sitzen und im Auto, wo man sich kaum bewegen ...
    ... kann. Hoffentlich kommt diesmal nichts dazwischen.
    
    Naja, was dazwischen kommen sollte schon.
    
    Zwischen meine Beine.
    
    Bei dem Gedanken muss ich irgendwie kurz lachen.
    
    Nach ein paar Minuten kommt er wieder und reicht mir die Tüte mit dem Essen. Ich versuche mir nicht anmerken zu lassen, wie nervös ich eigentlich gerade bin.
    
    „Ahja, liegt auf dem Weg?" frage ich mit einem gewissen Unterton, als wir vor der Kleingartensiedlung einparken.
    
    „Es ist immerhin noch dieselbe Stadt." Antwortet er Schulterzuckend und steigt aus.
    
    Es ist alles noch sehr verlassen, um diese Zeit, denn die meisten Arbeiten jetzt wohl. Seine Parzelle liegt etwa 200 Meter vom Parkplatz entfernt und schaut eigentlich ganz gemütlich aus. Drinnen lüftet er erstmal durch, da es etwas muffig riecht.
    
    Ich stelle die Tüte auf den Tisch und schaue mich um. Direkt am Eingang steht der Tisch mit 4 Stühlen. Dahinter ist eine kleine Küchenzeile mit Gaskocher und einem Tresen. Rechts sind noch ein kleinerer Tisch und dahinter ein Ecksofa.
    
    Jetzt, mit dem leichten Durchzug zieht es auch etwas unter meinem Rock, was ich auch schon auf dem Weg bemerkte. Unten ohne fühlt sich als Frau doch etwas kühler an, als gedacht. Zum Glück ist der Muff schnell rausgezogen und wir schließen die Fenster wieder.
    
    Skippy setzt sich und beobachtet mich dabei, wie ich einmal rundum gehe und alle Vorhänge zuziehe. Danach gehe ich langsam zu ihm rüber und setze mich auf die Tischplatte, neben ihn, wie heute Früh im Büro ...
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