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Gaia - Teil 03
Datum: 31.03.2022, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... verursachen." -"Wir warten am Besten noch bis sie eingeschlafen sind, dann fange ich an." Wir beide saßen noch eine Weile am Feuer. Die Junge Frau die wir als erstes diesem gewalttätigem Schwein vom Markt abgerungen hatten schlich immer wieder um uns herum. Aus den Augenwinkeln konnte ich immer wieder sehen wie sie verstohlene Blicke zu uns warf, scheinbar alles in sich auf sog was wir taten und nur auf eine Gelegenheit wartete zu Christiane und mir kommen zu können. Wie eine kleine Klette hing sie an uns, brachte uns Feuerholz, neuen Wein räumte unsere Teller ab ohne, dass wir etwas zu ihr gesagt hatten. Ob der Kerl sie tatsächlich so verängstigt hatte? Oder war ihr schon von Kindesbeinen an gehorsam eingebläut worden? Ich fragte mich ob es tatsächlich hier so war, dass viele schon in die Sklaverei hineingeboren wurden. Irgendwann hatte sie sich jedoch scheinbar beruhigt oder müde gearbeitet. Sie hatte sich an ein Feuer unmittelbar in unserer Nähe gesetzt und war bald darauf eingeschlafen. Ich nutzte dies, stoppte die Zeit außer für Christiane und für mich und dann machten wir uns an die Arbeit. Gefühlt dauerte es Tage und es muss wohl auch etwa solange gewesen sein. Wir gingen eine Gruppe nach der anderen durch. Ich stöberte in Ihren Köpfen, sah mir ihre Geschichten an, löschte Ihre Erinnerung an Vergangenes, gab Ihnen Stichprobenartig neue Erinnerungen mit Ihren Lieben und Ausschnitte eines Lebens in unserer modernen Zeit wie Strandurlaube, Restaurantbesuche ...
... in der Stadt, Hochzeiten auf einem Standesamt statt im Wald, usw. Ich gab Ihnen eine moderne Schulbildung, tauschte Ihre Sprachkenntnisse mit der unsrigen aus, löschte jeden Drang und Erinnerung an Gewalt und ersetzte diese durch Verständnis, Toleranz und Nächstenliebe. Dann machte ich mich an die körperlichen Veränderungen. Alles in allem war dies sehr kräftezehrend. Doch wollte ich nicht, dass sie am Ende ohne alles da standen. Christiane unterstützte mich mit Ideen, gab Tipps zu optischen Veränderungen und kümmerte sich um unser Essen und das Lager. Wir machten zwischendurch mehrfach Pausen, essen, schliefen und arbeiteten weiter. Bald hatten wir bis auf die letzte Gruppe alle geschafft. Da blieb nur noch unsere junge Assistentin. Entweder ich war einfach von den Arbeiten der letzten Tage zu erledigt oder etwas anderes stimmte nicht. Aber egal wie sehr ich mich auch anstrengte, ich konnte nicht in Ihre Gedankenwelt vordringen. Weder konnte ich ihre Erinnerungen sehen, noch ihren Charakter beurteilen oder Veränderungen vornehmen. Sie war wie eine Art schwarzes Loch im Nirgendwo. Ich beschloss zunächst einmal eine Pause einzulegen. Ich hatte wohl mental einfach zu viel Kraft verbraucht. In meinem Kopf schwirrten die Leben unzähliger Menschen durcheinander. Vielleicht würden zumindest noch die körperlichen Veränderungen machbar sein. Ich konzentrierte mich darauf und zum Glück bekam ich das noch hin. Ich verwandelte Ihren Körper in den einer jungen, schönen Gaianerin wie ...