1. Gaia - Teil 03


    Datum: 31.03.2022, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... aufnahmefähig besaß jedoch sonst keine weiteren Kräfte so wie ich sie hatte. Sie konnte selbst weder Raum noch Zeit beeinflussen oder gar in den Verstand anderer eintauchen. Auch besaß sie nicht dieselben Abwehrkräfte wie ich. Gegen äußere Einflüsse war sie nicht immun so wie ich es war. Sie war im Grunde ein sehr cleverer und nahezu unsterblicher Mensch und am Vesuv 79 n. Chr. Allerdings zweifelsfrei gestorben so wie jeder andere auch wie er uns sagte, da sie nun einmal keine Valeen- Abwehrkräfte besaß. Nun, dies erklärte so einiges. Sie hatte bereits nach wenigen Wochen den Stoff ganzer Schuljahre auswendig gelernt. Und es beruhigte uns ungemein, das von Ihr keinerlei Bedrohung auszugehen schien. Er versicherte uns er würde sich umhören ob jemand der Unsrigen einen weiblichen Nachkommen um 60 nach Christus gezeugt und aus den Augen verloren habe. Damals seien jedoch solche Experimente mehr oder weniger an der Tagesordnung gewesen und es gäbe praktisch kaum Aufzeichnungen aus dieser Zeit. Offenbar waren die Valeen damals noch unschlüssig was der Spezies Mensch an Kräften anvertraut werden konnte und wie ein Hybrid im Verhältnis von gebürtigen, vollen Valeen sein würde. Man tastete sich noch langsam an die Sache heran. Und da heute noch ein Elternteil ausfindig zu machen sei schwer bis unmöglich. Wir sollten uns also keine großen Hoffnungen machen.
    
    Wir beschlossen Valerie zunächst nichts hiervon zu berichten. Sie hatte im Augenblick genug damit zu tun einen Zeitsprung von ...
    ... annähernd 2000 Jahren zu verkraften und sich in unserer modernen Zeit zurechtzufinden. Ich weiß nicht ob man denn so nennen kann, aber zum Glück hatte sie keine allzu großen Traumata aus Ihrer Zeit als Sklavin zurückbehalten. Zu alltäglich waren damals die körperliche Gewalt und seelische Grausamkeit. Wenn man es nicht anders kennt, machen einem solche Dinge scheinbar weniger aus. Nun da sie ein anderes Leben kennenlernte brachen diese Wunden allerdings langsam aus ihr hervor und ihre harte Schale öffnete sich allmählich. Viele Dinge fielen Ihr Anfangs schwer. Einmal abgesehen von der Handhabung technischer Geräte. Lange waren Sandra, Christiane und Ich für sie Herr bzw. Herrin. Sie hielt uns einerseits mental auf Distanz, zeigte Ihre Gefühle nicht und auf der anderen Seite suchte sie doch unsere Nähe. Ähnlich einem geprügelten Hund dem man einen Knochen hinhält. Nach jeder Freundlichkeit unsererseits erwartete Sie irgendeine Forderung von uns und nach jedem kleinen Missgeschick das ihr Unterlief erwartete sie Strafe oder gar Prügel. Es dauerte bis sie auftaute. Doch ähnlich Ihren schulischen Erfolgen kamen auch hier bald erste Fortschritte. Sie fing an über unser Scherze zu lachen, beteiligte sich an Gesprächen, legte irgendwann auch das Herr bzw. Herrin ab (was waren wir hierüber froh^^) und irgendwann waren dann sogar Umarmungen möglich. Sie wuchs wirklich in unsere kleine Familie hinein. Nach etwa vier Jahren war aus der jungen, scheuen und geprügelten Sklavin von damals ...
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