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Gaia - Teil 03
Datum: 31.03.2022, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... entstand dann ein Forstbetrieb, ein Sägewerk sowie eine Obstplantage, die wir auf Sandras Wunsch hin mit ihren neuen Obst-Äpfeln bestückten, welche ich für sie gezüchtet hatte. So ganz wollte hier leider bisher keinem ein passender Name einfallen. Bald schon hatten wir alles was eine Metropole ausmacht inklusive eigenem Kino, Schwimmbad und Schlittschuhbahn. Alles in Einklang der Natur gebaut mit ausgedehnten Grünflächen, Parks und Geschäften, nur das wir auf Geld verzichten würden. Wer hier leben wollte sollte es sorgenfrei tun. Die moderne Technik die ich herbrachte ermöglichte es auf menschliche Arbeitskraft komplett zu verzichten, doch wer wollte der konnte und sollte es aus freien Stücken tun, zur Selbstverwirklichung und zum Wohle aller. Das einzige was unserer Stadt nun noch fehlte waren die Menschen. Sandra und ich hatten vor Ihrem Abi bereits ein paar wohl platzierte und kryptische Anzeigen ins Internet gestellt welche über unser Familienunternehmen liefen. Wir suchten für ein Gesellschaftsexperiment a la „Naked Survival" Leute die sich vorstellen könnten auf einer fernen Insel im Südpazifik einen funktionierenden Ort aufzubauen. Ausgelegt war das Experiment über 4 Monate. Jeder der am Ende noch vor Ort war und nicht abgebrochen hatte sollte 25.000 Euro erhalten zusätzlich zum Festgehalt das wir allen zahlten um ihre laufenden Kosten daheim zu decken, sowie weitere 10.000 wenn der Ort in dieser Zeit selbstversorgend war, also nichts von außen importiert werden ...
... musste. Sandra und ich gingen zusammen unsere Bewerber durch, die leider zu 75% männlich waren. Die Aussicht auf einer tropischen Insel nackt mit lauter Frauen ausgesetzt zu sein hatte wohl doch einen enormen Reiz auf viele. Es gelang uns jedoch eine gute gemischte Auswahl zu finden und auch die wichtigsten Berufe vom Handwerker bis zum Arzt abzudecken. Das eigentliche Experiment wurde dann von Yvonne und Mark vor Ort auf einer von mir gepachteten Insel betreut. Am Anfang lief es wohl noch etwas schleppend, und es gab auch die ein oder anderen Aussteiger, aber durch unsere gute Vorauswahl, gepaart mit dem Fleiß und Zusammenhalt vor Ort hätten sich viele Tatsächlich vorstellen können noch zu bleiben. Diese Leute waren es die Sandra, die nach mehreren Monaten des „übens" inzwischen schon eine ganz ordentliche Kugel vor sich her trug und ich dann ansprachen. Natürlich erst nachdem ich diesen nochmals mental ins Bewusstsein und Gedächtnis geschaut hatte ob diese auch vertrauenswürdig waren und nachdem diese entsprechende Vertraulichkeitsdokumente unterschrieben hatten. Am Ende waren von knapp 400 Teilnehmern tatsächlich fast 80 bereit auf Gaia überzusiedeln. Den anderen löschte ich hinterher unsere Anfrage einfach aus dem Gedächtnis und wir entließen sie mir Ihrem Geld in ihre Heimat. Wir wollten kein noch so großes Risiko eingehen. Nachdem die Leute ihre Angelegenheiten vor Ort geregelt, den körperlichen Veränderungen zugestimmt und sich von der Erde verabschiedet hatten, ...