1. Die Familienfeier


    Datum: 22.05.2022, Kategorien: Betagt,

    ... Die wussten alle, was das heißen sollte. Onkel Paul wollte Tante Klara in den Hintern ficken. Ich könnte wetten, die Männer in der Runde hatten jetzt alle steife Schwänze in der Hose und die Frauen hatten feuchte Mösen bekommen.
    
    Und Kevin erzählte weiter. "Das Bett knarrte etwas, dann sagte Tante Klara: "Aber langsam" und dann sagte sie "ohh, ohh, ohh", und Onkel Paul sagte wieder etwas mit der "Nudel" und dass sie still halten soll. Mehr weiß ich nicht mehr. Ich bin dann wohl wirklich wieder eingeschlafen".
    
    Kevin hatte vor lauter Erzählen noch gar nichts gegessen und fing an, kräftig zu frühstücken. Er war jetzt richtig stolz, dass ihm alle so aufmerksam zugehört hatten.
    
    Und auch das Geplapper am Tisch fing wieder an. Ich stand auf und ging hoch zu den Zimmern. Ich wollte doch mal schauen, wie es Tante Klara ging. Sie war bis jetzt nicht mehr erschienen.
    
    Ich klopfte. Niemand antwortete und so drückte ich vorsichtig die Türfalle herunter und machte leise die Türe auf. Tante Klara lag auf dem Bett und schaute an die Decke.
    
    Ich ging hinein und setzte mich neben sie auf die Bettkante. "Störe ich?", fragte ich sie. Tante Klara schüttelte den Kopf. "Es ist alles vorbei, da unten", sagte ich, "alle haben schon ein neues Thema gefunden. Du kannst wieder herunter kommen".
    
    "Ich warte noch ein wenig", sagte sie, "aber dann komme ich. Danke, dass du nach mir geschaut hast". Sie lächelte mich an. "Das war für mich wirklich furchtbar peinlich. Der Kevin kann ja nichts ...
    ... dafür. Es ist halt einfach dumm gelaufen". Jetzt grinste sie schon wieder.
    
    "Hat er denn noch was vom Stapel gelassen?". "Naja", sagte ich verlegen. Ich wusste nicht, ob ich es ihr sagen sollte. "Raus mit der Sprache", sagte sie, "es wird schon nicht so schlimm sein". Erwartungsvoll schaute sie mich an.
    
    "Naja, aus Kevins Erzählung konnte man halt heraushören, dass Onkel Paul bei dir hinten rein wollte". Jetzt war es gesagt. Tante Klara lief leicht rot an vor Verlegenheit. "Aber das war alles gleich wieder vergessen", tröstete ich sie.
    
    Tante Klara legte ihre Hand auf meine. "Du bist lieb", sagte sie und lächelte mich an. So verblieben wir ein paar Minuten. Dann sagte sie unvermittelt: "Und, hat dich die Vorstellung erregt?".
    
    Ich schluckte. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet. Ich räusperte mich und sagte unsicher: "Ja, schon". Wieder räusperte ich mich.
    
    Tante Klara nahm ihre Hand von meiner und erhob sich. "Komm", sagte sie, "gehen wir nach unten. Sonst werden wir womöglich vermisst". Und so gingen wir wieder in den Frühstücksraum.
    
    Dort war alles schon im Aufbruch begriffen. Tante Klara wurde von den Damen freundlich begrüßt und in den Arm genommen. Und auch Kevin freute sich, dass Tante Klara wieder da war. Er fiel ihr wie üblich um den Hals.
    
    Tante Klara drückte ihn an sich. Der kleine Kerl konnte ja nicht wissen, was er da ausgeplaudert hatte. Alles war wieder gut. Und die Männer taten so, als ob nichts gewesen wäre und diskutierten ihre politischen ...
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