1. Charlotte 01


    Datum: 24.06.2022, Kategorien: Erstes Mal

    Charlotte konnte nicht glauben, was sie da gerade gehört hatte. Es war ihr freier Tag und Roman, der Patenonkel ihres Ehemannes, hatte völlig unangemeldet bei ihr geklingelt. Zuerst hatte sie gedacht, dass er nun doch eine Möglichkeit gefunden hatte, ihnen zu helfen, nachdem er bei den Treffen zu dritt in den letzten Tagen, immer irgendwie abgeblockt hatte. Jetzt waren sie nur zu zweit, weil ihr Mann auf der Arbeit war und jetzt verstand Charlotte plötzlich auch, weshalb er bisher so zurückhaltend gewesen war. Sprachlos sah sie ihn einfach nur an, dann platzte es aus ihr heraus: „Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? Du weißt genau, dass das Erpressung ist, das Ausnutzen der Notlage eines Menschen, der dir nahe steht. Und obendrein ist es auch noch Betrug und Vertrauensbruch an deinem Patensohn."
    
    Jetzt war es Roman, der zerknirscht drein schaute: „Du hast ja recht. Ich wusste gleich, dass es eine schlechte Idee ist und wenn du es so siehst, dann klingt das noch viel schlimmer als in meinen eigenen Gedanken." „Wenn ich es so sehe?" brauste Charlotte auf, „wie bitte schön soll ich es denn sonst sehen, wenn du Sex von mir als Gegenleistung für deine Hilfe forderst?" „Naja," fing Roman zaghaft an zu erklären: „Ich fordere es ja nicht, ich fände es schön. Außerdem helfe ich euch doch sowieso, auch ohne Gegenleistung, das weißt du doch. Und schließlich habe ich gedacht, du würdest es auch als Kompliment sehen, dass ich dich mag und dich aufregend finde. Ich will dir wirklich ...
    ... nicht schaden, Charlotte, und Justus auch nicht. Aber du hast recht, es war eine ganz blöde Idee. Kannst du mir verzeihen? Und vor allem auch Justus nichts davon erzählen?"
    
    Charlotte schüttelte ratlos ihren Kopf. Sie mochte Roman wirklich, fand ihn sympathisch und interessant, vielleicht auch weil er schon zwanzig Jahre älter war als sie, und er hatte ihnen auch wirklich schon viel geholfen. Dass es jetzt beim Hausbau stockte, das war vermutlich gar nicht seine Schuld, aber sicher konnte er mit seinen Beziehungen und seiner Reputation dafür sorgen, dass das Haus doch noch rechtzeitig fertig wurde, so dass Justus und sie nicht aus ihrer Wohnung raus mussten, ohne zu wissen wohin. Und jetzt das! Natürlich würde sie ihrem Mann nicht erzählen, dass sein Patenonkel Sex mit ihr wollte. Sie würde doch nicht die ganze Familie durcheinander bringen oder sogar aufs Spiel setzen. An so etwas dachten die Männer wohl immer erst als Letztes oder sogar erst, wenn es zu spät war.
    
    „Ich geh dann besser mal wieder," druckste Roman herum, „es tut mir wirklich leid, Charlotte, was ich gesagt habe." Wie ein begossener Pudel machte er sich auf den Weg zur Tür. Charlottes Ärger war plötzlich verflogen als sie ihn so abziehen sah, stattdessen machte sich eine seltsame Erregung in ihr breit. Sie hatte bisher nur mit einem einzigen Mann in ihrem Leben geschlafen, und das war ihr Ehemann. Und noch nie hatte ein anderer Mann ihr gesagt, dass er sie aufregend fände und vor allem, dass er gerne Sex mit ...
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