1. Mein Herz brennt


    Datum: 09.07.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... meine, Sebastian ist mein Held. Er erfüllt mir jeden Wunsch, liest ihn mir von den Lippen ab. Er bringt mir keine Schnittblumen, weil er weiß, dass ich das nicht gutheiße. Aber er bringt mir ständig kleine Geschenke. Keinen nutzlosen Tand, nein, echte Aufmerksamkeiten. Er überrascht mich und kocht mir die aufwändigsten Gerichte. Wenn er mich mit seinen starken Händen massiert werde ich zu Pudding. Und der Sex. Wahnsinn. Atemberaubend. Er bringt mich schon beim Vorspiel zum Kommen. Er ist ein Virtuose mit der Zunge. Er ist der lebende Beweis, dass auch ein schmaler 14 cm Penis eine Frau auf Wolke sieben schweben lassen kann. Ich liebe ihn. Über alles in der Welt.
    
    Josie hat Recht. Er wäre nicht sehr begeistert. Aber er ist nicht hier. Und schließlich plane ich nicht Ihn zu betrügen. Das habe ich noch nie getan. Nicht so richtig zumindest. Und auch heute Abend steht das nicht auf der Agenda. Das heißt nicht, dass ich nicht noch ein wenig Spaß haben könnte.
    
    „Ich gehe zu Bar, will noch jemand was?", fragte ich in die Runde. Madeleine und Josie winken ab. „Ich bin schon müde und muss morgen noch lernen", schrie Josie. Je später der Abend, desto lauter wurde die Musik. Trotzdem wirkt es nicht kreischend. Josie singt im Universitätschor und weiß sehr wohl, wie sie mit Ihrer Stimme umzugehen hat. „Ich werde jetzt nach Hause gehen." Das war bestimmt und ließ keinen Widerspruch zu. So kennen wir sie. Gegenrede zwecklos. „Ich denke, dass ich auch ...", setzt Madeleine an, wird aber ...
    ... von Nadine unterbrochen. „Nix ist. Du lässt uns nicht auch noch im Stich", versuchte sie Madeleine zu überreden. „Nun lasst es doch gut sein. Madeleine will gehen." „Was sagst du?", brülle ich. „Tu gar nicht erst so. Du hast mich verstanden, so laut ist es nicht" erwidert Josie.
    
    Ertappt. Naja, einen Versuch war es wert, denke ich mir. „Es ist sicher besser, wenn wir so spät nicht alleine nach Hause gehen" versucht Madeleine einzuwerfen. Damit hat sie natürlich ein gutes Argument gebracht. Im Gegensatz zu Nadine und mir teilen sich die beiden ein wenig weiter außerhalb eine WG. „Ist ja gut", kam schließlich von Nadine. „Kommt gut nach Hause. Und schreibt, wenn Ihr sicher angekommen seid!" Josie und Madeleine verabschieden sich in Richtung Garderobe. Josie kann es nicht lassen und ruft uns noch über ihr Schulter hinweg zu: „Habt Spaß, aber macht nichts Dummes!" Natürlich nicht.
    
    Nadine und ich machen uns auf den Weg um uns durch die verschwitzten Leiber in Richtung Bar durchzukämpfen. Dort herrscht noch rege Beschäftigung. Das wird wohl ein wenig dauern. Das gibt Nadine und mir Zeit uns über die männliche Besucherschaft des Clubs auszutauschen. Sie selbst hat auch ein Auge auf jemanden geworfen. Sie zeigt ihn mir. Schnuckelig, ein richtig süßer Junge. Also nicht so mein Typ. Aber wir beide kommen uns da eh nie ins Gehege.
    
    Sie schaut mir über die Schulter und meint, dass mein Kerl mir immer wieder verstohlen Blicke zuwirft. „Bingo! Mein Opfer für die Nacht steht", freue ...
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