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2021 - Eine biedere Oma - Teil 03
Datum: 10.07.2022, Kategorien: Betagt,
Der Anruf Im 2. Teil meiner Beziehung zu Hanne habe ich Euch erzählt, dass ich sie Sonntagfrüh anrief und sie mich sofort mit: "Hallo Hermann schön das Du anrufst!" begrüßte. Da ich an meinem Handy die Rufnummern-Unterdrückung immer eingeschaltet habe, war ich sehr verwundert, dass sie mich direkt mit Namen begrüßte und fragte sie: "Hallo Hanne, wieso weißt Du, dass ich am Apparat bin? Bist Du Hellseherin?" "Nein, das bin ich nicht, aber meine Festnetznummer haben nur 2 Menschen. Deine Frau hat für den geschäftlichen Kontakt die Handynummer, so wie alle anderen Leute auch. Meine Tochter und DU haben aber die Festnetznummer, mit meiner Tochter habe ich vorhin telefoniert, also war ich mir sicher, dass Du der Anrufer bist. Und ja, ich muss dir gestehen, dass wohl auch der Wunsch nach Dir, der "Vater des Gedankens war!" löste Hannelore meine Verblüffung auf. Ich antwortete ihr: "Das freut mich wirklich sehr. Ich muss Dir aber auch sagen, dass Dein Verhalten für eine Freundin recht seltsam ist. Ich hatte den Eindruck gewonnen, dass Du unsere Sonntage genauso genießt wie ich. Insbesondere, da ich durch dein Geständnis das Gefühl gewonnen hatte, dass da wirklich eine tiefere Freundschaft entstanden sei. Als Du dann aber nichtmehr zu unseren Spaziergängen erschienen bist, kam logischer Weise die Frage nach dem Warum. Habe ich etwas falsch gemacht? Hannelore erklärte: "Nein, Du hast überhaupt nichts falsch gemacht. Ich habe einem "fremden" Mann etwas gestanden, was ...
... nur meine Freundin weiß und mein Frauenarzt. Ich habe Dir von meinen Problemen mit mir, mit Männern im Allgemeinen und von der Sehnsucht einer alten Frau nach Zärtlichkeit erzählt. Dir! Einem Mann den ich nur durch gemeinsame, wenn auch sehr schöne Spaziergänge kenne. Und dann habe ich Dich auch noch geküsst. Aber es war ein Kuss, der weit über einen Freundschaftskuss hinausgeht. Das war ein Verhalten was mehr als bedenklich ist und ich musste erst einmal Abstand gewinnen, um nicht den Anschein zu erwecken, dass ich ein Flittchen bin. Nun ist aber wieder der notwenige Abstand hergestellt und ich wollte wissen, ob Du mir noch böse bist und wir unsere Freundschaft wieder aufnehmen können. Aus diesem Grund und der Tatsache das ich mit Männern im Allgemeinen Probleme habe, habe ich Deine Frau um Deine Hilfe gebeten. Dein Anruf zeigt mir aber, dass Du mir nichtmehr böse bist!" Ich antwortete: "Ja ich war Dir böse. Ich war stocksauer. Aber da ich Dich liebgewonnen habe, kann ich Dir nicht ewig böse sein. Und die gemeinsamen Sonntagsspaziergänge will ich nichtmehr missen. Ging es Dir nur um einen klärenden Anruf, oder soll ich bei Dir wirklich zwei Lampen anbringen? Wenn ja, könnte ich das am nächsten Samstag erledigen, da ich bis dahin kaum Zeit habe. Meine Frau fährt mit den Mitarbeiterinnen nach Düsseldorf zur Beauty-Messe und ich habe an dem Tag noch nichts vor!" "Ja, es sollte schon ein klärender Anruf sein, aber es sind auch wirklich zwei Lampen anzubringen. Und ...