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Der Hof Kapitel 12a
Datum: 14.08.2022, Kategorien: BDSM
... falsch verstanden, das hier sollte doch eigentlich nur für Erwachsene sein. Haben die alle in der Schule nicht aufgepasst? Hm? Was ist Schule...?" "Ja, Elias, ist gut, ich rege mich nicht auf. Ich hasse es nur mal wieder, recht zu behalten. Wie war das mit der Intelligenz der Leser? Ja, doch, ist gut, also gaanz laangsaam, bis es auch der Letzte begriffen hat..." "Die Erzähltechnik in dieser Geschichte ist so angelegt, dass der Leser entweder durch Deine Augen sieht, Felix, oder durch die von Elias. Wenn man es genau nimmt, sieht der Leser auch nicht durch eure Augen, sondern durch eure Köpfe, er kann also eure Gedanken lesen. Alle anderen, also auch mich, sieht und hört der Leser nur durch euch, er hört also was ihr hört oder hören könntet und sieht nur, was ihr seht. Kapiert? Es gibt einen ganzen Schwung Fachbegriffe für diese Erzählperspektive, die können die faulen Säcke aber selber nachgucken." "Jetzt springt dieser Schreiberling aber teilweise wie der Furz auf der Gardinenstange zwischen euren Perspektiven hin und her. Ich weiß auch, warum er das tut, er hat nämlich ein Problem. Seht mal, mich zum Beispiel kann er ganz prima über das abbilden, was ich andauernd erzähle -- ganz abgesehen davon, dass in meinen Kopf wirklich keiner reingucken möchte. Felix ist vielleicht nicht die einzige Hauptfigur, aber er ist so etwas wie der Erzähler der Geschichte, deswegen ist seine Perspektive sozusagen die Natürliche. Bleibt Elias. Bei ihm hat der Schreiberling die ...
... Schwierigkeit, dass er wichtig ist, aber oft gar nichts sagt, so wie heute Abend. Also hat er das über die zweite Erzählperspektive gelöst. Außerdem bekommt er so die Leser näher an das Geschehen zwischen euch beiden heran." "Damit das jetzt funktioniert, muss er seine Sprache ganz leicht verändern, je nachdem ob die Perspektive auf Dir, Felix, oder Dir, Elias, liegt. Deswegen benennt er auch Dinge verschieden, je nach Perspektive. Auch ob jemand als 'Meister' bezeichnet wird oder nicht hängt davon ab, wer gerade erzählt. So hat der Leser die Chance festzustellen, mit wem zusammen er gerade auf unsere Welt guckt, ohne dass der Schreiberling das jedes Mal extra erwähnen muss." "Was die Wiederholungen angeht, das gehört tatsächlich auch in diese Abteilung. Glückwunsch, Felix, dass Du das erkannt und die Fragen zusammengefasst hast, es ist nämlich nicht unmittelbar ersichtlich. Also wieder die lange Erklärung: Euch beide kann der Schreiberling über eure Gedanken beschreiben. Er kann eure Gefühle, Stimmungen, ja sogar eure Entwicklung einfach ausdrücklich hinschreiben, wenn er das möchte. Bei allen anderen, also im Moment vor allem bei mir, kann er das nicht. Natürlich kann er mich von euch beschreiben lassen, bei den Gedanken kann ich euch ja nicht erwischen. Aber meistens muss der Leser anhand meines beobachteten Verhaltens, aber vor allem anhand dessen, was ich sage, meinen Charakter, meine Stimmung und was er sonst alles wissen möchte, sich selber erschließen. Die ...